Zur Wahl

Ich finde Politik ja extrem langweilig.

Natürlich verfolge ich das politische Geschehen, aber auch nicht mehr als nötig. Ich kenne die Standpunkte, zumindest ungefähr; an den Personalien bin ich nicht sonderlich interessiert. Na gut, an den Standpunkten eigentlich auch nicht.

Ich bin ja so jemand, der eine Meinung erst formuliert, wenn er sie laut ausspricht. Und es muss dann auch nicht unbedingt meine Meinung sein. Nur eine Meinung.

Als ich mich neulich mit einer Freundin über die anstehende Bundestagswahl unterhielt, kam ich so dann auch auf den folgenden Gedankengang: Ich will vor allem (auch vor eventuellen Ideologien) eine handlungsfähige Regierung. Also schonmal keine große Koalition. Und da gibt es eigentlich nur einen logischen Schluss: CDU wählen. Meinetwegen auch CDU und FDP. Instinktiv, warum auch immer, wäre mir eine rot-grüne Regierung lieber als eine schwarz-gelbe, aber so wie es derzeit aussieht, müsste sich die SPD ja mindestens noch Die Linke ins Boot holen um zu regieren (oder eben die große Koalition fortführen) – und das ist ja nun wirklich nicht ernstzunehmen.

Soweit die (spontan formulierte) Theorie.

In der Praxis habe ich es dann gestern, als ich meinen Stimmzettel für die Briefwahl ausfüllte, allerdings wie immer gemacht und zweimal die Grünen gewählt.

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Filmabend

Um die Jahrtausendwende herum, mit dem Aufkommen der DVD, war es nicht unüblich, daß sich regelmäßig ein bis zwei händevoll Filmfreunde bei mir zu hause zu einem gemütlichen Filmabend einfanden. Je nach Lust und Laune gab es dann zwei oder drei Filme zu sehen, manchmal zu einem Thema oder von einem Regisseur, manchmal auch völlig ohne Kontext.

Aber es hat immer Spaß gemacht. Man muss nicht alleine gucken, sich aber auch nicht über nervige Kinobesucher ärgern. Keine dämliche Synchronisation, keine Werbung, billigeres Popcorn.

Damals saßen wir vor meinem kleinen, alten Röhrenfernseher, auf einer Couch, dessen Konzept nur halb so viel Personen vorsah. Und heute? Heute haben wir einen Beamer, einen HDTV, und drei Sofas! Ganz zu schweigen von der Film-Auswahl, die sich in den letzten 10 Jahren mindestens verzwanzigfacht haben dürfte.

Und weil wir ja im Zeitalter der Interkonnektivität leben dachte ich mir, nutze ich mal Weblog und Twitter um Trierer Hobby-Cineasten a) aufzuspüren und b) nach ihrem Interesse an einem kleinen, gemütlichen Filmabend in naher Zukunft zu befragen, aus dem dann, wenn alles gut läuft, vielleicht auch eine regelmäßige Sache werden könnte.

Über die genaue Filmauswahl kann man natürlich immer noch reden, wenn sich ein paar Interessenten gemeldet haben. Meine persönlichen Vorschläge für einen ersten Filmabend wären aber z.B. “C’era una volta il West” (“Spiel mir das Lied vom Tod”) auf dem Beamer und “Big Fish” von Blu-Ray auf dem HDTV.

Dazu Popcorn (vielleicht kann man ja vom Cinemaxx ein paar unbenutzte “Becher” bekommen?) und Softdrinks, meinetwegen auch Eiskonfekt, und es könnte ein schöner Heimkino-Abend werden.

Was meint ihr?

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Wikipedia definiert Cruisen als “möglichst cooles Herumfahren”

… und möglichst cool war das eben auf dem Fahrrad durchaus, was nicht zuletzt an der ausserordentlich fantastischen Musikzusammenstellung des Zufallsmodi meines Musikabspielgerätes lag. Von der Haustür zum MediaMarkt und zurück liefen:

  1. Kansas City Shuffle
    - J Ralph
     
  2. That’s not my Name
    - The Ting Tings
     
  3. Von hier an blind
    - Wir sind Helden
     
  4. What Goes Around…/…Comes Around
    - Justin Timberlake

(Fahrzeit: 20m 36s)

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Zeichen

Das Universum versucht, mir etwas zu sagen…

Gestern nacht, so gegen 2 Uhr*, als im Fernsehen Late Night with Jimmy Fallon lief, brachte mich der Anblick von Roots-Schlagzeuger ?uestlove auf die Idee, mal wieder Joss Stones erstes Album, The Soul Sessions, aufzulegen. (?uestlove spielt bei Fell in Love with a Boy mit.)

Etwa zehn Minuten später schrieb mich eine Freundin an und empfahl mir Son of a Preacher Man in der Version von Joss Stone, weil das zum einen einfach mal ein schönes Lied ist und sie zum anderen ohnehin bei Joss Stone an mich denken musste – ihr Album war der Soundtrack eines erinnerungswürdigen abends vor einigen Jahren.

Und heute morgen benachrichtigt mich Twitter über einen neuen follower, der mir jetzt zwar persönlich nicht bekannt ist, mich aber wohl über die Nennung seines Wohnortes gefunden hat. Sein erstes Update bei Twitter lautete: Fell in love with a girl fell in love once and almost completely”. Und von da is es ja auch nicht weit bis zu Joss Stone.

Synchronizität, klar. Aber das bedeutet ja nicht, daß man sich nicht trotzdem Gedanken machen kann.

Ich denke ja, wenn ich Joss Stone sehe immer an die (lange schon Ex-)Freundin eines Bekannten (mit dem ich schon lange den Kontakt verloren habe) und bei ihr vorrangig an drei sehr spezielle Ereignisse, die alle drei Dinge gemeinsam hatten: Nacht, Alkohol, und die Diskrepanz zwischen körperlicher und emotionaler Anziehung.

Und im Gegensatz zur Nacht, die nach wie vor etwas wunderbares ist, bin ich, was Alkohol und körperliche Anziehung ohne emotionale Anziehung angeht, mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, daß beides zwar im Moment sehr schön (wenn auch selten ehrlich) sein kann, aber die Nachwirkungen einfach nicht wert ist.

*) Wie toll ist es eigentlich, abends weg zu gehen und nüchtern nach hause zu kommen?

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Zeichen der Zeit

“Wir haben verzweifelt versucht, zu kommunizieren… (wir) saßen nebeneinander, aber es ging nicht!”

- “Betroffener” des T-Mobile-Ausfalls im heute journal gestern.

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Really?

bnr_g_switch

Erns
thaft?

Und mal etwas verspätete Aufregung über die deutsche Presse, die es der US-solchen gleichtut und 34 Millionen mit 6,3 Milliarden vergleicht, und nicht mit 6.300 Millionen. Gleicher Betrag, ja, aber doch irreführende Schreibweise:

hj-dresdner

34 Millionen sind knapp über 0,5% von 6,3 Millarden…

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Hamburg-Liveblog

Mo., 5.36: Im Zug nach Koblenz. Ständige Angst, die rechtmäßigen Eigentümer unserer Sitzplätze steigen ein. Nächstes mal unbedingt Platzreservierung. David liest Unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Es ist noch dunkel, um uns herum schlafen Geschäftsleute.

Mo., 6.00: Fahrkartenkontrolle! 20 Euro für Trier-Koblenz ist echt mal Wucher (und das mit BahnCard!). Blöd auch, daß um die Uhrzeit nur der ICE fährt…

Mo., 7.21: Waren in Koblenz beim McDonald’s frühstücken (eher unlecker, Tee war in Ordnung) und sitzen jetzt auf schäbigen Plätzen im IC nach Hamburg. Ich wiederhole: Wir hätten reservieren sollen! Wurde am Bahnsteig von junger Zugbegleiterin merkwürdig angelächelt. Wünschte, Bahnfahren wäre mehr wie in Before Sunrise…

Mo., 15.07: Toll, mein Akku hat etwa 5 Stunden gehalten und im Zug gab es nichtmal ne Steckdose. Dafür haben wir mit einer netten, jungen, angehenden Berufssoldatin Karten gespielt… In Hamburg regnet es Gott sei Dank nicht, ist aber schon kühler als in Trier. Die Leute sind alle voll freundlich und hilfsbereit, sogar unaufgefordert, was toll ist, aber ungewohnt. Waren Cafe trinken in einer Hipster-Coffee-Bar, da konnte ich auch den Handyakku aufladen.

Mo., 20.39: Haben auf der Suche nach einem neuen Akku für mein Handy eine Odyssee hinter uns, die letztendlich zu nichts geführt hat, da ich anscheinend das seltenste Handy-Modell der Welt habe. David hat Eva Hermann gesehen(?). Sind mit Dirk und Steve in ein “Double Coffee”(?) gegangen, dann bin ich mit zu Steve, wo ich jetzt mal ordentlich Schlaf nachholen werde.

Dienstag, Teil 1: Vormittags eine doch recht lustige und informative Busrundfahrt gemacht, mit zwischendurchlichem Aufenthalt im Hafen. Nicht nur regnet es nicht, es ist strahlendes Bilderbuchwetter! Nur der Wind ist leicht unangenehm, vor allem weil ich meinen Schal zu hause vergessen hab.

Dienstag, Teil 2: Nach der Rundfahrt haben wir am Jungfernsteg was gegessen (und ich traditionsgemäß ein Glas Milch mit Eiswürfeln drin getrunken). Am Gänsemarkt wurde ich dann von einer Gruppe Erstsemestlern (erstaunlicherweise nüchtern) für eine ihnen gestellte Aufgabe erwählt und durfte neben der Nennung aller Bundesländer (mir sind wie immer nur 15 eingefallen) und fünf Bundeskanzlern (zum Glück nicht Ministerpräsidenten) auch Limbo tanzen, wobei ich mit stolen 1 Meter Tiefe den Tagesrekord aufgestellt habe, und das ungeübt!
Weiter gings ins in Richtung Feldstrasse, wo David einen Termin hatte und ich (dank extrem netter Unterstützung von KATO) die Plattenläden abklapperte. Im Schanzenviertel haben wir uns mit Janna getroffen und gingen mit ihr, nachdem wir noch ein wenig herumgelaufen sind, in die doch sehr gemütliche Café/Kneipe-Combo “Saal 2″. Dort stieß dann auch später Mirko hinzu, mit dem wir bei einer Partie Billard den Abend ausklingen liessen.

Mittwoch, 15:00 Uhr: Heute vormittag waren wir im Hagenbeck-Tierpark, auch in der Extra-Ozean-Austellung, wo wir ein paar ganz coole Fotos gemacht haben dürften! Zum Mittag dann je ein halbes Hähnchen vom Döner an der U-Feldstrasse (von Mirko empfohlen) und jetzt sitz ich gerade in der (extrem teuer aussehenden) Marsbar im Strassenbahnring, warte darauf, daß sich Cordelia meldet und bin mal sehr gespannt, wie viel ich für die Tasse grünen Tee hinblättern muss.

Donnerstag, 12:42: Gestern waren wir dann nochmal im Balzac-Coffee (gleicher wie am Montag) und in Bahnhofsnähe shoppen (u.a. im Saturn). Hab mir dann doch auch mal bei H&M einen Schal gekauft. Abends haben wir uns mit Cordelia getroffen und waren im “Friesenkeller” (am Jungfernstieg) schön essen.
Heute sind wir zu den Landungsbrücken gefahren und in eine der Linienfähren gestiegen, in der wir jetzt gerade sitzen.

Der Rest: Nach der Fähre waren wir wieder in der Döner/Hähnchenbude an der U-Bahnstation Feldstrasse essen und haben uns dann in Schlump mit Janna getroffen. Mit ihr sind wir Richtung Uni, waren in der “Pony Bar” (wo wir auch gekickert haben) und haben auf dem Campus die Sonne genossen. Danach nochmal in ein Balzac und dann zu Cordelia und Claas zum GNTM-Gucken!
Am Freitag dann ausgelassenes Frühstück mit Cordelia und dann mit dem Bus in Richtung Bahnhof. Was dann passiert ist, ist zu abgewrackt, um das jetzt hier zu erzählen, aber irgendwie haben wir es doch noch zu unserem Zug geschafft und eine sehr schöne Woche in Hamburg ging zu Ende.

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Idee: Last.fm

Last.fm ist eine tolle Sache, gerade für Kontrollfreaks wie mich. Man kann sehen, was man wann und wie oft gehört hat, Charts erstellen, neue Musik finden.

Aber Last.fm hat auch einen großen Mangel, gerade für Kontrollfreaks wie mich: Es zählt nur die Musik, die man auf seinem Computer (oder kompatiblen MP3-Player) hört. Wenn ich also eine Schallplatte oder eine CD über die Anlage höre, wird das nicht gewertet.

Dabei sollte es doch machbar sein (Nik meinte, es wäre eine Sache von Minuten; er sei hiermit aufgefordert, dies zu beweisen) eine Funktion zu basteln, die das hinzufügen von “externer”, oder “nicht digitaler” (analoger?) Musik ermöglicht. Wenn ich beispielsweise die grandiose Doppel-LP des “Hair”-Soundtracks auflege möchte ich bei Last.fm auf der Seite des Albums (und auf den Seiten der einzelnen Titel) einen Knopf finden, der bewirkt, daß die einzelnen Lieder zu meinen “Listened Tracks” hinzugefügt werden.

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Endlich

… habe ich die BahnCard gekündigt!

Jedes Jahr das gleiche. Im Januar kommt der Brief, daß die BahnCard um ein Jahr verlängert wurde. Dabei fahre ich schon lange nicht genug mit der Bahn, als daß sich die Karte noch lohnen würde. Aber anstatt das Teil direkt zu kündigen schiebe ich es auf später (Dezember?) auf und vergesse es dann doch wieder. So geschehen die letzten paar Jahre.

Nicht so dieses Jahr! Seit heute bin ich stolzer Besitzer einer BahnCard 25, die ganz, ganz sicher am 16. Februar 2010 ihre Gültigkeit verliert! Yeah!

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Idee: Namen im StudiVZ

Obwohl MeinVZ/StudiVZ bei weitem nicht an die Funktionalität und Bequemlichkeit von Facebook herankommt benutzen es die Deutschen doch lieber, und so habe ich eben bei beiden sozialen Netzwerken ein (spärliches) Profil. Man will ja immer auf dem laufenden sein, wer so alles überraschend Geburtstag hat und wessen Babys mal wieder ihre Wochenenden mit Erbrechen füllen.

Was mich bei den VZs allerdings wirklich nervt ist die Angewohnheit der Nutzer, nicht ihre richtigen Namen anzugeben sondern irgendwelche dämlichen Kombinationen aus Sonderzeichen und Spitznamen, die sich in der Regel mit gesundem Menschenverstand nicht auf den echten Namen zurückverfolgen lassen.

Schön und gut, wenn die Leute damit ihren akuten Alkoholismus vor eventuellen Arbeitgebern und Verwandten verstecken wollen, aber warum muss ich darunter leiden? Ich kann mir ja schon normale Namen kaum merken. Und im VZ werden die Pseudonyme auch noch regelmäßig durch noch dämlichere ausgetauscht.

Wenn einer meiner ICQ-Kontakte einen bescheuerten Namen hat, kann ich ihn einfach umbenennen. In meiner Liste steht er dann mit seinem richtigen Namen, ich muss nicht jedes mal überlegen, wer mich da schon wieder anquatscht und die betroffene Person bekommt von alledem nix mit. Warum geht sowas nicht auch im VZ? Wer seinen echten Namen nicht preisgeben möchte, muss es ja nicht. Ich decodiere das Alias einfach lokal bei mir, dann kann auch keiner den echten Namen mit den Fotos vom letzten Saufgelage in Verbindung bringen.

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