Eine “The Hobbit”-OV in 48fps?

Update: Klare Ansage vom Cinemaxx: Es wird in Trier keine Hobbit-OV in 48fps geben.

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, den “Hobbit” letztes Wochenende im Trierer Broadway zu sehen, wo er in der m.E. best-möglichsten Version gezeigt wird: Unsynchronisiert und ohne 3D. (Ich möchte das ungern “2D” nennen. Ich weiß ja nicht, ob ich damit alleine bin, aber ich habe noch nie einen Nicht-3D-Film gesehen und gedacht, dass da nur zweidimensionale Personen in zweidimensionalen Umgebungen herumlaufen…)

Sehr zu meiner Verwunderung war diese Vorstellung, als wir ins Kino kamen, allerdings schon ausverkauft. Das war in dem Moment natürlich doof, aber ist ja insgesamt für die Trierer-OV-Situation, die sich, seitdem das Broadway auf digitale Projektoren umgestellt hat ohnehin schon verbessert hat, ein gutes Zeichen. (Und für die kommende Kino-Woche ist “The Hobbit” als OV im regelmäßigen Programm des Broadways.)

Im Trierer CinemaxX lief der Film gestern in der Originalversion in 3D. Leider aber nur in der “herkömmlichen” Version mit 24fps (Bildern pro Sekunde), nicht dem neuen, viel diskutierten Format mit 48fps (auch HFR/High Frame Rate genannt).

Ähnlich wie bei 3D denke ich auch bei 48fps, dass es hauptsächlich ein unnötiges Gimmick ist – Film funktioniert, hört auf ihn zu reparieren! – aber trotzdem würde ich es gerne einmal selbst erleben. Und während ich die “Lord of the Rings”-Filme allesamt sehr unterhaltsam fand ist der “Hobbit” für mich kein Film, den ich unbedingt sehen muss, aber wenn schon, dann wäre es ganz nett, gleich auch noch die 48fps abhaken zu können.

Leider gibt es die HDR-Version im hiesigen HDR-fähigen Kino nur synchronisiert. Und meine Anfrage, ob es auch eine 48fps-OV geben könnte, wurde vom Cinemaxx gestern so beantwortet:

Es gibt für den deutschen Markt leider keine Filmkopie in OV und HFR

Diese Aussage als Unfug zu entlarven hat nicht lange gedauert. Über Twitter wurden innerhalb weniger Minuten mindestens sechs deutsche Standorte gesammelt, in denen “The Hobbit” unsynchronisiert und in HFR-3D laufen.

Screenshot von @FrauFlinkwert

Nach vermehrten Anfragen kamen vom Cinemaxx heute morgen dann folgende Aussagen:

Offenbar ist die Info nur für unsere Kinos korrekt, nicht aber für den gesamten deutschen Kinomarkt.

und

Sollte sich da noch etwas ergeben, halten wir euch auf dem Laufenden.

Da bin ich ja mal gespannt. Mir fällt kein plausibler Grund ein, warum die HFR-Version des Filmes nur für eine der großen Ketten nicht verfügbar sein sollte. Vielleicht war es ja tatsächlich nur ein Irrtum und wir Hinterwäldler kommen (hoffentlich bald) doch noch in den “Genuss” des neuen Formates.

My Top Ten Films of 2011

The Tree of Life

The Tree of Life

This is mostly for my own amusement – but then again, what isn’t? – so let’s just get it out of the way. As of today, I’ve seen (more or less) exactly 100 films released in 2011. Out of those, here are my favorite ten:

  1. The Tree of Life” (Terrence Malick)
  2. Pina” (Wim Wenders)
  3. Medianeras” (Gustavo Taretto)
  4. Drive” (Nicolas Winding Refn)
  5. Weekend” (Andrew Haigh)
  6. Beginners” (Mike Mills)
  7. Melancholia” (Lars von Trier)
  8. Coriolanus” (Ralph Fiennes)
  9. Tinker Tailor Soldier Spy” (Tomas Alfredson)
  10. Polisse” (Maïwenn)

One caveat: It’s the 3D version of “Pina” that places so high on the list. I still think that 3D is mostly a gimmick and often actually distracts from more than it benefits the movie-going experience. But there are exceptions, of course, and “Pina” is the big one. I’ve seen it twice in 3D and twice in 2D, and while it’s still a beautiful film without the added depth, the technology really does add something valuable, something essential to the film.

If you are on Netflix, seven of these movies (maybe even some you haven’t seen, yet) are available for streaming: “Pina,” “Medianeras,” “Drive,” “Weekend,” “Melancholia,” “Coriolanus” and “Polisse.”

(And if you’re wondering why I would post my Top Ten 2011 in December of 2012 (or, indeed, my Top Ten Films of 2010 – which make for a much better read than this here puny list – in November of 2011), the answer is simple: I just don’t get to see most new movies until at least a few months, sometimes a year after they’ve come out. I refuse to see movies dubbed into German, so in most cases I have to wait for the home video release.)

Media Monday #53

1. Val Kilmer gefiel mir am besten in einem meiner Lieblingsfilme, “Kiss Kiss Bang Bang.” Aber auch in “The Bad Lieutenant: Port of Call – New Orleans,” “Real Genius” oder “Top Secret!

2. Jason Reitman hat mit seinem Gesamtwerk seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich alle seine Filme gesehen habe und auch alle sehr gut fand.

3. Helen Hunt gefiel mir am besten in Mad About You.”

4. Der letzte Film, von dem ich mir nichts versprochen habe und der dann letztlich richtig gut war, war También la lluvia.”

5. Explizite Gewalt in Filmen … gibt es? (Wieder so eine Frage, mit der ich nichts anfangen kann. Das ist wie “Menschen, die Hörgeräte tragen _______”)

6. Filme nachträglich in 3D zu konvertieren ist, genau so wie (bis auf wenige Ausnahmen wie “Pina” und “Cave of Forgotten Dreams”) einen Film in 3D zu drehen, unnötig und überflüssig.

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel ist die zweite von “Cheers,” und die war sehr lustig, weil der Humor größtenteils zeitlos ist und die Figuren sehr sympathisch sind. (Und wie gut, dass heute nicht nach dem letzten Film gefragt wurde, die letzte Woche war nämlich die erste seit Jahren, in der ich keinen Film gesehen habe.)

[Dialog] Von Unterhunden und Dunklen Pferden

Früher war alles besser. Am 20. Februar 1968 zum Beispiel, bei den 40. Academy Awards. Habe ich dieses Jahr schon Mark Harris‘ fantastisches Sachbuch “Pictures at a Revolution: Five Movies and the Birth of the New Hollywood” empfohlen? Falls nicht sei dies hiermit geschehen. Jede Person, die diesen Dialog tatsächlich mit Interesse liest (oder schreibt) wird dieses Buch lieben. (Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche der Teichman-Schwestern es mir vor ein paar Jahren empfohlen hat, aber ihr sei von ganzem Herzen gedankt.)

Aber man muss gar nicht so weit zurückgehen. Vielleicht ist es mein verklärter Blick zurück, aber irgendwie war es vor zwei Jahren spannender, oder? Auf jeden Fall war ich mehr in das Rennen um die Oscars investiert. “Avatar” vs. “The Hurt Locker” hat aber auch viel geboten. 3D-Special Effects-Blockbuster, technisch auf höchstem Level, mit jeder Menge Form aber kaum Inhalt gegen aufrührendes Kriegs-Drama, intensiv in Szene gesetzt mit einer schauspielerischen Glanzleistung im Zentrum. Dazu noch die schöne Nebensächlichkeit, dass die Regisseure James Cameron und Kathryn Bigelow mal verheiratet waren – fertig war die compelling narrative. Und auch wenn der Sieg von “The Hurt Locker” keine komplette Überraschung darstellte war er doch keine Selbstverständlichkeit und konnte als definitive Entscheidung in einem Kampf zweier völlig verschiedener Herangehensweisen ans Filmemachen gewertet werden.

Aber dieses Jahr? “The Artist” vs. “Hugo“? Von Franzosen in Hollywood gedrehter Film über die Anfänge des Kinos in einem hundert Jahre alten Format (Stummfilm) gegen einen von Hollywood gedrehten, in Frankreich spielenden Film über die Anfänge des Kinos in einem 60 Jahre-alten Format (3D). Der eine spielt Musik von Bernard Herrmann, der andere zeigt Filme von Georges Méliès. Sogar Hunde haben sie beide. Wirklich spannend ist das alles nicht.

Bleibt einem nur zu hoffen, dass all die Prognostiker sich irren und es übernächsten Sonntag doch noch die ein oder andere Überraschung geben wird. Als kleine Vorwarnung für Heiko, der mich netterweise in seinem Zuhause die Oscarverleihung sehen lässt, während er im Zimmer nebenan versuchen wird zu schlafen: Sollte eins oder mehrere der folgenden Dinge passieren, werde ich um ein lautes “Ja!” nicht herumkommen können:

“The Tree of Life” wird bester Film, Terrence Malick bester Regisseur.

Warum es dieser Film mehr als jeder andere verdient hätte, habe ich ja schon erwähnt. Die Academy hat hat vor zwei Jahren bewiesen, dass sie (manchmal) Fähigkeit vor Popularität werten, und die drei Nominierungen für “The Tree of Life” zeigen, dass durchaus Anerkennung für Malicks Meisterwerk vorhanden ist. Und ich ewiger und hoffnungsloser Romantiker werde bis zum bitteren Ende daran glauben, dass der beste Film des Jahres bei den Oscars nicht leer ausgeht.

George Clooney, Gary Oldman oder Brad Pitt wird Bester Schauspieler.

(Meinetwegen auch Demián Bichir, den ich in “A Better Life” durchaus gut fand, dessen Nominierung mich aber dennoch etwas verwundert.) Hauptsache nicht Jean Dujardin, der sich seit Jahren mit dem gleichen dämlichen Gesichtsausdruck durch seine Filme grinst. Und das ist auch gar nicht so schlimm, es passt perfekt zu Rollen wie Brice de Nice, Hubert de La Bath (alias OSS 117) oder George Valentin. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung, selbst eine ohne Worte, sieht anders aus. George Clooney hat schon einen Oscar (Nebendarsteller in “Syriana,” obwohl ich bis eben fest davon überzeugt war, dass er auch einen Regie-Oscar für “Good Night and Good Luck” bekommen hätte), aber wenn eine der tollsten Personen auf dem Planeten noch einen bekommen sollte, freue ich mich natürlich. Brad Pitt hat noch keinen (er ist zum vierten mal nominiert), dafür fehlt im ja sonst wirklich an nichts, aber auch er ist ein Schauspieler der seit langem sowohl im als auch fernab des Scheinwerferlichts positiv auffällt, ihm gönne ich den Oscar ebenso. Gary Oldman, der dieses Jahr die Helena Bonham Carter-Rolle einnimmt und in gleich drei nominierten Filmen mitgespielt hat (“Tinker Tailor Soldier Spy,” “Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2,” und “Kung Fu Panda 2“) war vor diesem Jahr noch nie(!) für einen Oscar nominiert, was ja auch irgendwie ein Skandal ist den ein Gewinn immerhin ein kleines bisschen gut machen würde.

“Pina” wird bester Dokumentarfilm.

Nein, ich habe keinen der anderen nominierten Filme gesehen (zwei sind immerhin bei iTunes, ich werde versuchen, sie bis zur Verleihung gesehen zu haben), aber besser als “Pina” ist ja eigentlich gar nicht möglich. Noch dazu ist der Film eine technische Meisterleistung, die 3D nicht als Spielzeug sieht sondern als Mittel, eine bisher fürs Kino unzugängliche Kunstform einzufangen.

“Drive” gewinnt in der Kategorie Sound Editing.

Weil der Ton tatsächlich besonders gut ist, aber auch, weil der Film schändlicherweise nur in dieser Kategorie nominiert wurde. Ein Oscar für “Drive,” das wär schon was…

Soweit also die Underdogs und Dark Horses, denen ich in 13 Tagen die Daumen drücken werde. Und, okay, ich gebs zu, ein bisschen spannend wird es dadurch schon…


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

The Lion King 3D

Disneys “Der König der Löwen” ist zurück in den Kinos, dieses mal in 3D. In den USA war dieses Experiment so erfolgreich, dass in den nächsten Jahren Titel wie “Finding Nemo” und “Beauty and the Beast” ebenso bearbeitet und neu veröffentlicht werden. Dazu kommen 3D-Versionen von James Camerons “Titanic” und, im Februar 2012 und dann jeweils im Februar der folgenden Jahre, die “Star Wars”-Episoden I-VI. Auch Charlie Chaplin ist nicht sicher. Über Zweck und Notwendigkeit lässt sich sicherlich streiten, aber 3D ist jetzt nunmal hier und bleibt es vorerst auch.

Als ich hörte, dass “Der König der Löwen” wieder ins Kino kommt, war mir klar, dass ich hineingehen würde. Ein bisschen, weil ich neugierig auf die 3D-Umwandlung war, aber hauptsächlich, weil der Film einer der besten seines Genres ist und es immer noch etwas Besonderes ist, einen Film im Kino zu sehen (wenn nicht gerade DVDs abgespielt werden – aber genug vom Broadway…). Und das erste mal ist ja auch schon 16 Jahre her (Wahnsinn!).

Die Vorstellung in der ich war lief im Rahmen des CinemaxXer Kinderkinos (Klexi-Sause oder etwas ähnlich dämliches) und dementsprechend waren auch jede Menge Eltern mit kleinen Kindern im Saal – obwohl der Film meines Erachtens ab 6 Jahren sein sollte. Immerhin wurde das Baby, das pünktlich zu Beginn des Films zu Schreien anfing, zügig entfernt.

Etwas überrascht war ich von der weiteren Zusammensetzung des Publikums. Neben Eltern und Kleinkindern stellten Mädchen bzw. junge Frauen (im Alter von 15-25) die größte Gruppe. Ich hätte ja gedacht, dass sie gerade etwas zu jung sind, um den “König der Löwen” schon im ersten Lauf gesehen zu haben und nun aus ähnlich nostalgischem Grund wie ich wieder hier sind, aber wahrscheinlich waren das genau die Unter-6-jährigen, über die ich mich 1994 aufgeregt habe. (Die, die nicht verstanden haben, dass der erwachsende Löwe am Anfang nicht der selbe ist wie der erwachsene Löwe am Ende.)

Das 3D ist sicherlich gut gemeint und gemacht, verleiht dem Film aber nichts, was er nicht ohnehin schon hatte. Das oft-gehörte Argument, 3D lasse den Zuschauer besser in die Szenerie ‘eintauchen’ schlägt bei mir nicht wirklich an. Eine gute Geschichte und schöne Bilder können dies auch ohne 3D-Effekte erreichen. Ich habe durchaus schon gutes 3D im Kino gesehen (z.B. “Toy Story 3″ oder “Resident Evil: Afterlive”), aber erst und nur in einem einzigen Fall, “Pina,” halte ich es für wirklich notwendig. Ich habe an einigen Stellen (u.a. hier) gelesen, dass sich viele Szenen im “König der Löwen” besonders gut für die 3D-Umwandlung eigneten, da sie ohnehin schon eine große Tiefe bzw. Vordergrund/Hintergrund-Dynamik aufweisen. Ich denke allerdings, dass genau dies ein Grund ist, warum 3D hier nicht von Nöten ist: Schon die normale, 2D-Version des Films bietet mehr Tiefe und Dynamik als so mancher nachträglich 3D-isierter Film.

Und der Film selbst: Großartig wie eh und je. Ich hatte ihn auf VHS oft genug gesehen, dass ich sämtliche Dialoge hätte mitsprechen können; seit dem letzten Sehen sind allerdings schon einige Jahre (10?) vergangen. Die Animation – noch weitgehend per Hand gezeichnet – ist wunderschön. Die Musik von Hans Zimmer, Elton John und Tim Rice ist immer noch unglaublich emotional. (Ja, es gab mal wieder Tränen…)

Und: Scar ist einer der besten/fiesesten Bösewichte der Filmgeschichte:

Last 5 movies reviewed, Twitter-style


Continuing my movie reviews in 140 characters or fewer:

  • Der Knochenmann (2009)
    Well-made, entertaining, suspensful Austrian thriller with Josef Bierbichler once again showing why he’s my favourite German-speaking actor.
  • Shadow of a Doubt (1943)
    Hitchcock does not disappoint. Joseph Cotton’s performance reminded me of Robert Mitchum in Night of the Hunter (which came later).
  • Unthinkable (2010)
    Kind of a mess. Starts out promising enough but soon goes awry and wastes a bunch of decent actors’ time in the process.
  • Rope (1948)
    Another great by Hitchcock. Did not expect it to be so funny. The long takes are perfectly cheographed!
  • Pina (2011)
    Wonderul documentary and tribute to Pina Bausch. Best use of 3D I’ve seen so far, although I still have mixed feelings about the technology.

Hoffnungsschimmer

Ich möchte mich ja nicht zu früh freuen, aber wenn man diesem Kommentar zu meinem letzten Beitrag glauben darf, plant das hiesige CinemaxX doch tatsächlich, in Zukunft häufiger Originalfassungen zu zeigen, wenn auch “erst mal unregelmäßig”.

Das wäre natürlich schön. Ich gehe ja eigentlich sehr gerne ins Kino, aber es ist eben immer wieder eine große Überwindung, einen Film synchronisiert zu schauen. Von den 163 Filmen die ich letztes Jahr gesehen habe waren lediglich 8 synchronisiert (knapp unter 5%). Und in die bin ich auch nur widerwillig oder zumindest zähneknirschend. Aber alle im Kino. Wie gesagt, ich mag Kino ja eigentlich, und bei diesen 8 Filmen erschien mir das Plus große Leinwand etwas gewichtiger als das Minus synchronisiert.

Die weiteren 6 mal, die ich 2010 im Kino war, waren Originalversionen. Drei spanische, zwei französische und eine deutsche, alle im Broadway und bis auf den deutschsprachigen Film alle im Rahmen der (hoffentlich) jährlichen Aktion der Asta, im Winter je vier Filme in englischer, spanischer und französischer Sprache zu zeigen. Tolle Absicht, nicht immer tolle Ausführung. Aber immerhin etwas.

Bis vor ein paar Jahren hatte auch das CinemaxX mit einiger Regelmäßigkeit, meisten Montag abends, wenn ich mich richtig erinnere, englischsprachige Originalversionen gezeigt. Das Problem, das ich damals mit diesem Angebot hatte und auch der Grund, weshalb ich es nicht oft genutzt habe, war die Filmauswahl. Harry Potter, Twilight, Transformers (vielleicht nicht genau die drei, aber die Richtung stimmt) – also nicht nur eher uninteressante Filme sondern gerade genau die Sorte von Filmen, bei denen eine Synchronisation noch am wenigsten schlimm ist.

Daß CinemaxX’ Nico Pätzel nun schreibt, sie würden “erst mal unregelmäßig Originalfassungen zu großen Filmen zeigen” (meine Formatierung), läßt mich natürlich befürchten, daß den Blockbustern des kommenden Sommers (Harry Potter, Twilight, Transformers, seufz…) wieder der Vortritt vor zwar anspruchsvollen aber eben “kleinen” Filmen gegeben wird.

Aber vielleicht ja auch nicht. Vielleicht wird ja alles endlich gut und man muß sich nicht mehr für die Kinosituation in Trier schämen. Manchmal geschehen noch Wunder. Beispiel: Das Broadway zeigt diesen Monat (am 11. und am 17.) Jonathan Demme’s Stop Making Sense, den wohl besten Konzertfilm aller Zeiten. Und das CinemaxX zeigt derzeit tatsächlich Pina (in 3D), was ich ja noch vor wenigen Wochen angezweifelt hatte. Und weil das natürlich belohnt werden soll, werde ich heute Nachmittag dann auch ein Ticket lösen und mich das zweite mal diese Woche (und tatsächlich erst das zweite mal in meinem Leben!) alleine ins Kino begeben.

This and that: BAFTA, Pina, Black Swan, Oscars

The King’s Speech, which I finally got around to seeing, won 7 British film awards last night, including Best Picture and not including Best Director. So my prediction of Fincher winning the Oscar gets some more fuel, even though the odds are still on Hooper.

Wim Wenders has some convincing things to say about the necessity to see his latest, Pina, in 3D, which I was reluctant to do when I first heard about it. But he makes a good point, and if the local CinemaXX should decide to show it (which I doubt) I shall put on the glasses once more.

DP/30 has an amazing, hour-long video conversation with Black Swan director Darren Aronofsky, cinematographer Matthew Libatique, and editor Andrew Weisblum. If you’ve seen the film and are interested in the kind of things people might talk about in an audio commentary (which Aranofsky says the studio won’t let him do), then this is for you.

Finally(1), I’ve found a place to watch the Oscars. A friend is out of town that night and will let me use her room. Good thing, too, because my only other hope (fantastical as it may have been) of the local art house cinema broadcasting the Awards was just shattered. Broadway‘s Dirk Ziesenhenne did, however, tell me that things like that might be possible in the future. So there is still hope for this town…

Finally(2): Live blog, anyone? Cez?

Sensationell geht anders

#1: Oscars!
#2: Sensationell geht anders
#3: Wo ist Tilda?
#4: Meine Oscar-Voraussagen
#5: Oscars 2009: Top 10 (Best Picture)
#6: Poren, Falten und Narben
#7: Pre-Show
#8: Oscars 2010: Live-Blog


von: Caecilie von Teichman
an: Sebastian Nebel

So, ich melde mich auch endlich mal…

1. Kekse! Ich brauche dringend so eine Ausstechform, dann bin ich dabei!

2. Avatar: Ich habe mich letztens von einem extremen Avatar-Fan ins Kino schleppen lassen und war mäßig begeistert. Avatar war übrigens mein erstes 3D-Kino-Erlebnis seit Captain Eo irgendwann Anfang der 90er in Disneyland. Ich fand die Shutter-Brille auf Dauer ganz schön schwer und unbequem und war froh, als der Film vorbei war.
Das Rumgeballer am Schluss war schon ganz nett, ansonsten habe ich mich immerhin nicht gelangweilt. Sensationell geht anders.

3. Best Picture: Ich hoffe auf The Hurt Locker (leider nur auf DVD gesehen, aber so atemberaubend, dass ich nach 5 Minuten erstmal kurz pausieren musste, um Luft zu holen) und Inglourious Basterds. Da ich aber nicht an Wunder glaube, würde es mir schon reichen, wenn Jeremy Renner den Oscar für den besten Schauspieler gewinnt und Michael Haneke den Auslandsoscar. Und, weil ich ein bisschen ein Snob bin, “Miracle Fish” den Kurzfilm-Oscar, denn den habe ich auf der Interfilm gesehen und fand ihn sehr gut (wenn auch sehr krass).

Sollte Avatar alles abräumen, wird damit immerhin belohnt, dass dieser Film dafür gesorgt hat, dass sich die digitale 3D-Technologie flächendeckend durchgesetzt und zumindest teilweise refinanziert hat.

4. Gätjen! Vielleicht können wir uns ein schönes Trinkspiel für die Red Carpet-Show ausdenken? Sonst weiß ich nicht, ob ich das ohne Schäden ertragen kann…

5. Wahnwitzige Theorie, die ich demnächst ausführen werde: Warum Public Enemies revolutionärer als Avatar ist.