The Hitch and The Pitt

Inquiring minds want to know what my favorite film by Alfred Hitchcock and my favorite performance from Brad Pitt are, respectively.

I still need to see a lot of Hitchcock’s work, and even those I did see I saw only once, so my opinion on the matter is subject to change, but, right now, I can say with some certainty that my favorite Hitchcock is neither “Rear Window” nor “Vertigo,” and that may just be Jimmy Stewart’s fault, who I like in some things (“Rope,” for example) but not in those two movies.

I loved “Shadow of a Doubt” and think Joseph Cotten is a master of his craft just as much as Hitchcock is of his.

But my favorite? It’s a toss-up between “North by Northwest” and “Psycho.” Both flat-out blew me away when I saw them (especially Bernard Herrmann’s scores), and they are the two I am most eager to watch again, along with “The Birds” which I saw on TV a million years ago and don’t remember all that well.

Brad Pitt will always be hard-wired as Tyler Durden and Detective Mills in my head, if just for the fact that I watched, analyzed and obsessed over both David Fincher films excessively in my late teens and early twenties. Having recently watched it again, I think Pitt’s performance in “Se7en” is the better, more methodical of the two, but he plays Tyler in “Fight Club” with such a contagious, sadistic joy (like it hasn’t been seen on screen since – until Tom Hardy and “Bronson” came along) that is just too much fun to dismiss.

Scrolling through his filmography, I was surprised to find “The Tree of Life” there – surprised that I didn’t think of it myself, that is. Pitt is great in it, but as with everything else regarding that film, I credit 99% of it to Terrence Malick.

That leaves “The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford,” which I need to watch again, as well. It might very well be Pitt’s best performance, but I remember being more impressed by Casey Affleck. Might be because I expected Pitt to be great while Affleck came pretty much out of the blue. I’ll have more to say on it once I’ve rewatched the movie, and with the projector set up and the blu-ray ready, it is begging to be.

2012 Oscar Chain Game

You know I’m a stats nerd, and an Awards nerd, so I love figuring out things like ‘Which nominated actor is in the most nominated films this year?’ (Answer: Gary Oldman with three, followed by Clooney, Pitt, Davis, Plummer and Chastain with two each.)

Also I love to play the ‘Six Degrees of Kevin Bacon‘-game and all its variants.

So I tried to build a chain linking only movies that are nominated this year, without repeating titles or actors. For example, one possible chain looks like this:

Beginners” with Christopher Plummer, who is in “The Girl with the Dragon Tattoo” with Robin Wright, who is in “Moneyball” with Philip Seymour Hoffman, who is in “The Ides of March” with Ryan Gosling, who is in “Drive” with Oscar Isaac, who is in “W.E.
(6 titles, 5 actors.)

The longest chain I could come up with has 15 titles (and 14 actors). But before I share, why don’t you try your hand? IMDb’s list of nominees is a good start, tell us what you cane up with in the comments.

Update: justinpeck posted an impressive 18 title chain in the comments. Here’s what I had:

Puss in Boots” with Zach Galifianakis, who is in “The Muppets” with Ken Joeng, who is in “Transformers: Dark of the Moon” with Kevin Dunn, who is in “Warrior” with Tom Hardy, who is in “Tinker Tailor Soldier Spy” with Benedict Cumberbatch, who is in “War Horse” with David Thewlis, who is in “Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2” with Emma Watson, who is in “My Week with Marilyn” with Toby Jones, who is in “The Adventures of Tintin” with Daniel Craig who is in “The Girl with the Dragon Tattoo” with Robin Wright, who is in “Moneyball” with Brad Pitt, who is in “The Tree of Life” with Jessica Chastain, who is in “The Help” with Viola Davis, who is in “Extremely Loud & Incredibly Close” with John Goodman, who is in “The Artist.” (15 titles, 14 actors.)

[Dialog] Von Unterhunden und Dunklen Pferden

Früher war alles besser. Am 20. Februar 1968 zum Beispiel, bei den 40. Academy Awards. Habe ich dieses Jahr schon Mark Harris‘ fantastisches Sachbuch “Pictures at a Revolution: Five Movies and the Birth of the New Hollywood” empfohlen? Falls nicht sei dies hiermit geschehen. Jede Person, die diesen Dialog tatsächlich mit Interesse liest (oder schreibt) wird dieses Buch lieben. (Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche der Teichman-Schwestern es mir vor ein paar Jahren empfohlen hat, aber ihr sei von ganzem Herzen gedankt.)

Aber man muss gar nicht so weit zurückgehen. Vielleicht ist es mein verklärter Blick zurück, aber irgendwie war es vor zwei Jahren spannender, oder? Auf jeden Fall war ich mehr in das Rennen um die Oscars investiert. “Avatar” vs. “The Hurt Locker” hat aber auch viel geboten. 3D-Special Effects-Blockbuster, technisch auf höchstem Level, mit jeder Menge Form aber kaum Inhalt gegen aufrührendes Kriegs-Drama, intensiv in Szene gesetzt mit einer schauspielerischen Glanzleistung im Zentrum. Dazu noch die schöne Nebensächlichkeit, dass die Regisseure James Cameron und Kathryn Bigelow mal verheiratet waren – fertig war die compelling narrative. Und auch wenn der Sieg von “The Hurt Locker” keine komplette Überraschung darstellte war er doch keine Selbstverständlichkeit und konnte als definitive Entscheidung in einem Kampf zweier völlig verschiedener Herangehensweisen ans Filmemachen gewertet werden.

Aber dieses Jahr? “The Artist” vs. “Hugo“? Von Franzosen in Hollywood gedrehter Film über die Anfänge des Kinos in einem hundert Jahre alten Format (Stummfilm) gegen einen von Hollywood gedrehten, in Frankreich spielenden Film über die Anfänge des Kinos in einem 60 Jahre-alten Format (3D). Der eine spielt Musik von Bernard Herrmann, der andere zeigt Filme von Georges Méliès. Sogar Hunde haben sie beide. Wirklich spannend ist das alles nicht.

Bleibt einem nur zu hoffen, dass all die Prognostiker sich irren und es übernächsten Sonntag doch noch die ein oder andere Überraschung geben wird. Als kleine Vorwarnung für Heiko, der mich netterweise in seinem Zuhause die Oscarverleihung sehen lässt, während er im Zimmer nebenan versuchen wird zu schlafen: Sollte eins oder mehrere der folgenden Dinge passieren, werde ich um ein lautes “Ja!” nicht herumkommen können:

“The Tree of Life” wird bester Film, Terrence Malick bester Regisseur.

Warum es dieser Film mehr als jeder andere verdient hätte, habe ich ja schon erwähnt. Die Academy hat hat vor zwei Jahren bewiesen, dass sie (manchmal) Fähigkeit vor Popularität werten, und die drei Nominierungen für “The Tree of Life” zeigen, dass durchaus Anerkennung für Malicks Meisterwerk vorhanden ist. Und ich ewiger und hoffnungsloser Romantiker werde bis zum bitteren Ende daran glauben, dass der beste Film des Jahres bei den Oscars nicht leer ausgeht.

George Clooney, Gary Oldman oder Brad Pitt wird Bester Schauspieler.

(Meinetwegen auch Demián Bichir, den ich in “A Better Life” durchaus gut fand, dessen Nominierung mich aber dennoch etwas verwundert.) Hauptsache nicht Jean Dujardin, der sich seit Jahren mit dem gleichen dämlichen Gesichtsausdruck durch seine Filme grinst. Und das ist auch gar nicht so schlimm, es passt perfekt zu Rollen wie Brice de Nice, Hubert de La Bath (alias OSS 117) oder George Valentin. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung, selbst eine ohne Worte, sieht anders aus. George Clooney hat schon einen Oscar (Nebendarsteller in “Syriana,” obwohl ich bis eben fest davon überzeugt war, dass er auch einen Regie-Oscar für “Good Night and Good Luck” bekommen hätte), aber wenn eine der tollsten Personen auf dem Planeten noch einen bekommen sollte, freue ich mich natürlich. Brad Pitt hat noch keinen (er ist zum vierten mal nominiert), dafür fehlt im ja sonst wirklich an nichts, aber auch er ist ein Schauspieler der seit langem sowohl im als auch fernab des Scheinwerferlichts positiv auffällt, ihm gönne ich den Oscar ebenso. Gary Oldman, der dieses Jahr die Helena Bonham Carter-Rolle einnimmt und in gleich drei nominierten Filmen mitgespielt hat (“Tinker Tailor Soldier Spy,” “Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2,” und “Kung Fu Panda 2“) war vor diesem Jahr noch nie(!) für einen Oscar nominiert, was ja auch irgendwie ein Skandal ist den ein Gewinn immerhin ein kleines bisschen gut machen würde.

“Pina” wird bester Dokumentarfilm.

Nein, ich habe keinen der anderen nominierten Filme gesehen (zwei sind immerhin bei iTunes, ich werde versuchen, sie bis zur Verleihung gesehen zu haben), aber besser als “Pina” ist ja eigentlich gar nicht möglich. Noch dazu ist der Film eine technische Meisterleistung, die 3D nicht als Spielzeug sieht sondern als Mittel, eine bisher fürs Kino unzugängliche Kunstform einzufangen.

“Drive” gewinnt in der Kategorie Sound Editing.

Weil der Ton tatsächlich besonders gut ist, aber auch, weil der Film schändlicherweise nur in dieser Kategorie nominiert wurde. Ein Oscar für “Drive,” das wär schon was…

Soweit also die Underdogs und Dark Horses, denen ich in 13 Tagen die Daumen drücken werde. Und, okay, ich gebs zu, ein bisschen spannend wird es dadurch schon…


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

[Dialog] Unnötige Nebengeräusche?

(c) A.M.P.A.S.

Schauspieler in Filmen – okay, das ist sicherlich ein wichtiges Thema. Aber im Vorfeld der Oscars geht es doch auch immer um die Schauspieler auf dem roten Teppich, bei Dankesreden und natürlich in Talkshows. Was manche als üble PR empfinden, bereitet mir durchaus Freude. Beispielsweise Viola Davis‘ Dankesreden nach dem Gewinn als beste Schauspielerin und für das beste Ensemble bei den SAG Awards – oder Jean Dujardin, der derselben Veranstaltung im press room kurzerhand die Marseillaise anstimmte. Solche Auftritte sehe ich mir gerne an.

Selbst für einige Talkshow-Auftritte kann ich mich begeistern. So habe ich sehr über Tom Hanks gelacht, der sich bei Letterman über Eisenhüttenstadt und das Spielstraßen-Schild ausließ – oder auch Brad Pitt, der bei Jon Stewart ein neues Auswahlverfahren bei den Oscars vorschlug: Alle fünf nominierten Schauspieler fassen die Statue an – und wer am längsten durchhält, darf sie behalten. Natürlich ist alles Werbung für ihre Filme – und sie selbst -, aber eben gut gemacht.

Wem das ein wenig zu einfach ist, kann sich ja stattdessen einige Ausschnitte aus den verschiedensten „roundtables“ ansehen. Dort unterhalten sich dann in einer Regisseursrunde Martin Scorsese, Stephen Daldry, George Clooney, Michel Hazanavius und Alexander Payne über ihre Stoffauswahl, das Casting und Arbeitsweisen. Oder in der Schauspielerrunde sprechen Charlize Theron, Michael Fassbender, Tilda Swinton, Viola Davis, George Clooney und Christopher Plummer über die Oscars, Wohnwagen und andere Ereignisse an verschiedenen Sets. Das ist lustig, charmant und manchmal sogar aufschlussreich. Dabei lassen sich die Erwartungen recht gut steuern: Mit George Clooney, Meryl Streep oder Tom Hanks wird es meistens witzig, mit Tilda Swinton und Martin Scorsese eher interessant. Und manchmal stellt man sogar fest, dass diese(r) Schauspieler(in) anscheinend doch nicht ganz so unsympathisch ist …


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

[Dialog] Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris

Kontroverse Meinungen im Oscar-Dialog! Dann schreibe ich doch noch ein wenig zu "Midnight in Paris“.

Die Frage, wie man Owen Wilsons schauspielerische Leistung in “Midnight in Paris” beurteilt, hängt davon ab, wie man die Hauptfigur empfindet*. Soll die Hauptfigur einen sympathischen Träumer darstellen, der gegen alle Vorbehalte seiner Verlobten und ihrer Familie mehr aus seinem Leben machen will und dessen Wünsche am Schluss märchenhaft in Erfüllung gehen? Oder handelt es sich um einen äußerst oberflächlichen, naiven Drehbuchschreiber (vermutlich verantwortlich für Katherine Heigl-RomComs), der sich für etwas besseres hält und sich weigert erwachsen zu werden? Zweiteres spielt er hervorragend (nervig).**

Zudem ist die Frage des Erzählers interessant. Sehen wir den kompletten Film aus den Augen von Owen Wilsons “manchild” Charakter Gil? Oder gibt es einen anderen, distanzierteren Erzähler? Nimmt man an, dass Gil den Film aus seiner Perspektive erzählt, ergeben die 20er Jahre-Szenen viel mehr Sinn: Warum sonst sollte Getrude Stein bereit sein, seinen Roman zu lesen? Oder sich Adriana in ihn verlieben? Das Ganze erinnert an “Wo die wilden Kerle wohnen” für Intellektuelle.

Mich haben vor allem die Nebencharaktere erfreut, die allesamt mehr Persönlichkeit ausgestrahlt haben als der substanzlose Gil – auch wenn ich mir Scott und Zelda Fitzgerald ganz anders vorgestellt habe, aber der Film zeigt eben nicht meine, sondern Gils Version. Dürfte ich Oscars verleihen, würde Kurt Fuller für seine Rolle als John, der Vater von Gils Verlobten den Oscar für den besten Nebendarsteller gewinnen. Kein anderer Nebendarsteller hat mir dieses Jahr so viel Freude bereitet. Christopher Plummer würde im Übrigen in der Hauptdarsteller-Kategorie nominiert werden, allerdings gegen Brad Pitt in “Tree of Life” verlieren. Aber das ist Stoff für einen anderen Post.

*Da ich Fussnoten liebe: Zum Thema “Nervige Woody Allen-Charaktere” passt dieser Artikel von Joan Didion sehr gut (von 1979!). (via)

** Vielleicht wird dieses Urteil auch geprägt von persönlichen Erfahrungen mit Personen, die Gil sehr ähnlich sind und für deren komplett unrealistischen Träume ich zugegebenermaßen wenig Verständnis habe.


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

[Dialog] Der Tag nach dem Tag danach

So, jetzt wissen wir es also endlich. Die Academy hat gesprochen, die Welt hat geantwortet.

Große Enttäuschung bei denen, die fest mit Albert Brooks gerechnet haben – nur er selbst nahm es relativ gelassen.

Große Begeisterung (in gewissen, mich einschliessenden Kreisen) über die Nominierung Terrence Malicks, der dann nächsten Monat wohl einer von zwei Regisseuren sein wird, die der Dankesrede von Michel Hazanavicius (bzw. Martin Scorsese?) nicht live im Kodak Theater beiwohnen werden. (Oder wird Woody Allen sein Sonntag-abendliches Jazz-Engagment doch absagen, um sich seinen Drehbuch-Oscar abzuholen?)

Und große Verwunderung bei… allen? über die Nominierung von “Extremely Loud and Incredibly Close” an neunter und letzter Stelle in der Kategorie Bester Film. Mit nur einer weiteren Nominierung (Max von Sydow, Supporting Actor) der schwächste im Feld, aber trotzdem irgendwie an “The Girl With The Dragon Tattoo” (5 Nominierungen) vorbeigekommen. Dazu noch die zweifelhafte Ehre, der Film mit der schlechtesten kritischen Bewertung zu sein, der jemals für Best Picture nominiert wurde.

Nach dem kurzen Versuch mit 10 Nominierten erlaubte eine erneute Regeländerung (Mark Harris erklärt sie hier, aber wirklich verstanden habe ich sie nicht) dieses Jahr zwischen 5 und 10 Titel im Rennen zum Besten Film. Dass es letztendlich neun geworden sind, hat viele überrascht und zeigt, dass die Mitglieder der Academy doch nicht so einheitlich abgestimmt haben wie erwartet.

Gäbe es nur fünf (und ‘was-wäre-wenn’-Spielereien sind es, was diese Zeit des Jahres ausmacht) läge es nahe, wenn es die fünf wären, deren Regisseure auch nominiert wurden. Also dieses Jahr “The Artist,” “The Descendants,” “Hugo,” “Midnight in Paris” und “The Tree of Life.” Wirklich mitreden kann ich da leider noch nicht, habe bisher nur die zwei letztgenannten gesehen. “The Artist” werde ich heute abend im Kino sehen (wer hätte das in Trier für möglich gehalten), die verbleibenden zwei werde ich hoffentlich bald in Luxembourg erwischen (oder sie erscheinen auf magische Weise in meiner Dropbox…). Aber ich kann mir, auch nach dem, was ich so gelesen habe, kaum vorstellen, dass “The Tree of Life” und “Midnight in Paris” die jeweiligen Randpositionen auf meiner ‘Top 5 Filme, die dieses Jahr für Beste Regie nominiert sind‘ aufgeben müssen.

Andererseits spricht einiges dafür, dass “The Tree of Life” es in einem Jahr mit fünf Nominierungen nicht auf den Stimmzettel geschafft und “Moneyball” (6 Nominierungen) seine Stelle eingenommen hätte. Aber so nett ich diesen Film auch fand und so toll Brad Pitt auch spielt – sein anderer Film ist der besssere, Punkt. Über “The Tree of Life” kann ich nicht genügend Superlative finden, und entgegen aller Prophezeihungen glaube ich auch weiterhin fest daran, dass er in der Nacht auf den 27. Februar nicht leer ausgehen wird. (Meine wilde Theorie: Die Fans von Scorsese und Hazanavicius stehlen sich gegenseitig die Stimmen und Malick setzt sich durch.)

Soweit meine erste, grobe Evaluierung der Nominierungen. Mir liegt noch einiges mehr auf dem Herzen, aber bevor das hier zu lang wird gebe ich ab an Caecilie und Sonja: Was waren für euch die großen Erkenntnisse vom Dienstag? Gab es Freudentänze? Trauermärsche? Distanzierte Gelassenheit?


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

Wer sitzt wo bei den Golden Globes?

In etwas über einem Monat werden die Nominierungen für die 69. Golden Globe Awards bekannt gegeben. Mir ist aufgefallen (insbesondere wenn es um die Oscars geht aber mit etwas Variierung lässt es sich auch auf die Globes übertragen), dass es dieses Jahr jede Menge Schauspieler gibt, die in zwei oder sogar mehr Filmen mitspielen, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit im Rennen befinden dürften.

Jessica Chastain zum Beispiel, deren wahrscheinlichste Nominierung wohl für die Beste Nebendarstellerin in “The Help” sein dürfte, spielte weitere Rollen in den Filmen “The Tree of Life,” “Take Shelter” und “Coriolanus.” Michael Fassbender wird, wenn das Universum nicht wieder Mist baut, für “Shame” nominiert werden und ist ausserdem noch in “A Dangerous Method,” “X-Men: First Class” und “Jane Eyre” zu sehen, die alle auf die ein odere andere Nominierung hoffen. Ryan Gosling hat sogar gute Chancen auf mehr als eine Nominierungen mit einem breiten Spektrum an Rollen in “Drive,” “Crazy, Stupid, Love.” und “The Ides of March.”

Ferner laufen auch noch so große Namen wie George Clooney (“The Ides of March,” “The Descendants”), Brad Pitt (“The Tree of Life,” “Moneyball”) und bewährte Charakterdarsteller wie Paul Giamatti (“Win Win,” “The Ides of March”), Philip Seymour Hoffman (“The Ides of March,” “Moneyball”) und – warum nicht? – Christopher Plummer (“Beginners,” “The Girl with the Dragon Tattoo”).

Das alles wirft einige höchst-brisante Fragen auf! Zum Beispiel: An welchem Tisch wird Chastain am Abend der Verleihung sitzen? Und wo Fassbender? Falls Clooney für die Hauptrolle in “The Descendants” UND für die Regie von “The Ides of March” nominiert wird, wo nimmt er dann Platz? Im Gegensatz zu den Oscars sind die Globes ja eine Dinner-Veranstaltung, an denen an runden Tischen gesessen (und getrunken!) wird.

Sitzt Gosling neben seinem (wahrscheinlich) nominierten Regisseur Nicolas Winding Refn (“Drive”) oder neben Clooney (wenn er denn…) oder neben Steve Carell (dem ich eine Nominierung für den Besten Hauptdarsteller in einer Komödie voraussage)?

Die Golden Globes werden am Sonntag, 15. Januar 2012 verliehen. Ich bin gespannt!