My Top Ten Films of 2011

The Tree of Life

The Tree of Life

This is mostly for my own amusement – but then again, what isn’t? – so let’s just get it out of the way. As of today, I’ve seen (more or less) exactly 100 films released in 2011. Out of those, here are my favorite ten:

  1. The Tree of Life” (Terrence Malick)
  2. Pina” (Wim Wenders)
  3. Medianeras” (Gustavo Taretto)
  4. Drive” (Nicolas Winding Refn)
  5. Weekend” (Andrew Haigh)
  6. Beginners” (Mike Mills)
  7. Melancholia” (Lars von Trier)
  8. Coriolanus” (Ralph Fiennes)
  9. Tinker Tailor Soldier Spy” (Tomas Alfredson)
  10. Polisse” (Maïwenn)

One caveat: It’s the 3D version of “Pina” that places so high on the list. I still think that 3D is mostly a gimmick and often actually distracts from more than it benefits the movie-going experience. But there are exceptions, of course, and “Pina” is the big one. I’ve seen it twice in 3D and twice in 2D, and while it’s still a beautiful film without the added depth, the technology really does add something valuable, something essential to the film.

If you are on Netflix, seven of these movies (maybe even some you haven’t seen, yet) are available for streaming: “Pina,” “Medianeras,” “Drive,” “Weekend,” “Melancholia,” “Coriolanus” and “Polisse.”

(And if you’re wondering why I would post my Top Ten 2011 in December of 2012 (or, indeed, my Top Ten Films of 2010 – which make for a much better read than this here puny list – in November of 2011), the answer is simple: I just don’t get to see most new movies until at least a few months, sometimes a year after they’ve come out. I refuse to see movies dubbed into German, so in most cases I have to wait for the home video release.)

[Dialog] Lange Nacht

Das wars. Die 84. Oscarverleihung ist Geschichte.

Kurz bevor es in der Nacht auf Montag los ging habe ich den Laptop zugeklappt, das Handy ausgeschaltet, die Kopfhörer aufgesetzt, mich zurückgelehnt und einfach nur berieseln lassen, vom guten alten Billy Crystal (mehr alt als gut, aber gut…), von den ständigen und stets leicht fehlgeleiteten Erinnerungen daran, dass es um Filme! geht (und um alte Filme!) und ums Filme-Gucken! und überhaupt. Nicht, dass zufällig bei der Sendung gelandete Zuschauer sich wundern, was so ein Oscar ist und wofür er verliehen wird (Filme!).

Glückwunsch gleich zu Beginn an Sonja, die am richtigsten getippt hat und somit demnächst stolze Besitzerin einer Ladung frisch gebackener Kekse wird. (Steht dein Angebot noch, Caecilie? Sonst versuche ich mich mal am Herd.)

Ich lag mit meinen Tipps so oft daneben wie noch nie (14 Richtige von 24), was ja eigentlich in Ordnung ist, da es bedeutet, dass es einige Überraschungen gab. Aber nur wenige davon waren schöne Überraschungen. Der Oscar für “The Girl with the Dragon Tattoo” hat mich gefreut, wenn auch nur weil es einen weniger für “Hugo” bedeutete. In der Kategorie Foreign Film hatte ich bis zuletzt geglaubt, dass “Jodaeiye Nader az Simin” den Weg der ebenfalls mehrfach nominierten Favoriten “Le fabuleux destin d’Amélie Poulain,” “El laberinto del fauno” oder “Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte” gehen würde, und so hat es mich sehr gefreut, dass Asghar Farhadi doch den Oscar entgegen nehmen und die Welt erinnern konnte, dass der Iran hinter all der lauten Politik doch sehr reich an Kultur ist. Da habe ich gerne daneben getippt.

Greg P. Russell bleibt für seine unbestreitbar hervorragende Sound-Arbeit 15-fach nominiert aber auch dieses Jahr nicht, wie von mir gedacht, ausgezeichnet. Die technischen Kategorien wurden von “Hugo” dominiert, vielleicht teilweise verdient, aber ich fand den Film so mies, dass ich mich nicht wirklich über die fünf Oscars freuen konnte.

Absolut unverdient war, dass Martin Scorseses Film für seine Visual Effects ausgezeichnet wurde, die laut und bunt und Gimmick-haft waren, während WETAs bahnbrechende Motion-Capture-Arbeit für “Rise of the Planet of the Apes” leer ausging.

Zweimal habe ich statt mit dem Kopf mit dem Herzen getippt, und zweimal brach es ein bisschen als weder Wim Wenders‘ “Pina” noch Emmanuel Lubezkis Kamera für “The Tree of Life” ausgezeichnet wurden. Ich bin mir sicher, dass die Nachhaltigkeit beider Filme die ihre Mitnominierten um viele Jahrzehnte überleben wird, Oscar hin oder her.

Und dann gab es noch eine Überraschung, die eigentlich keine war (und die ich auch richtig getippt hatte). An Meryl Streeps dritten Oscar hatte ich nie einen Zweifel. Und da ich heute sowieso schon dabei bin, Film-Defizite einzugestehen hier noch ein schändlicher Fakt: Von all den 17 Filmen, für die Streep seit 1979 nominiert oder ausgezeichnet wurde, habe ich nur einen gesehen (“Adaptation.“). Und vom Rest ihrer Filmographie kenne ich auch nur vier Filme. Davon zwei, in denen lediglich ihre Stimme zu hören ist (“Artificial Intelligence: AI” und “Fantastic Mr. Fox“) und zwei weitere, die ich vor so langer Zeit (synchronisiert im Fernsehen) gesehen habe, dass ich sie eigentlich nicht wirklich ruhigen gewissens als ‘gesehen’ bezeichnen kann: “She-Devil” und “Death Becomes Her.” Warum die Bildungslücke? Ich weiß es auch nicht. Irgendwie hat es sich nie ergeben.

Aber zurück zur Oscar-Nacht. In Mangel einer Tastatur habe ich während der Verleihung ein paar mal ganz altmodisch zu Stift und Zettel gegriffen und ein paar Schlagworte aufgeschrieben. Den Zettel habe ich jetzt natürlich nicht griffbereit, aber ich werde versuchen, ihn aus dem Kopf zu rekonstruieren:

Jessica Chastain!

Emma Stone!

Milla Jovovich!

Crystal: Nick Nolte

Rose Byrne!

Tree of Life!

Werner Herzog!

Colin Firth!

Tree of Life!

Nein, keine Liste meiner Interessen für mein Profil auf einer Online-Dating-Seite (wobei…) sondern Schlagworte, die mich an folgende Gedanken/Gefühle erinnern sollten:

Jessica Chastain seemed geniually thrilled just to be there. (Entschuldigt den Verfall ins Englische; wer mir den Satz ohne Sinnverlust in einen deutschen, der nicht total dämlich klingt übersetzen kann, bekommt einen Keks.) Neben #Fassy war sie für mich die Entdeckung des letzten Jahres und ich bin entzückt und begeistert, dass sie sich in Interviews und Making-of-Material als ebenso sympathisch, wie sie talentiert ist, herausstellt. Und da sie nicht mal ein Jahr älter ist als ich (also noch blutjung) freue ich mich auf viele weitere Filme und bestimmt auch Oscarnächte mit ihr.

Emma Stone hat mir in ihrem bit mit Ben Stiller sehr gut gefallen. Ich bin spätestens seit “Zombieland” großer Emma Stone-Fan, daran konnte auch “The Help,” der so viele gute Schauspielerinnen verbraten hat wie vielleicht kein anderer Film letztes Jahr, nicht rütteln. Und sie ist so groß! (Bzw. Ben Stiller so klein!)

Über Milla Jovovich freue ich mich immer, ich finde sie unglaublich schön (in jeder Bedeutung des Wortes) und werde auch dieses Jahr gerne wieder eine Menge Geld ausgeben um ihr Gesicht überdimensional groß auf die Leinwand projiziert bestaunen zu dürfen.

Als Billy Crystal während eines gespielten Witzes Nick Noltes Gedanken las, habe ich das erste mal während der Sendung richtig laut lachen müssen. (Hoffentlich habe ich niemanden geweckt…) Nolte war eindeutig nicht nüchtern erschienen, Crystal summierte seine “Gedanken” als… tja, welches Wort passt da? Knurren? Auf jeden Fall großartig.

Der zweite laute Lacher des Abends kam dank Melissa McCarthy und Rose Byrnes “Scorsese”-Trinkspiel, aber Byrnes Namen habe ich mir aus anderem Grund notiert, den ich gerne mal nach zwei, drei Bier teilen kann, der aber hier nicht wirklich was zu suchen hat. (Nein, nichts Versautes.)

Werner Herzog könnte ich stundenlang zuhören, egal worüber er redet. Könnte er nicht nächstes Jahr moderieren? Ist auch nur sechs Jahre älter als Crystal. Und Colin Firth ist sowieso wunderbar und hat seine Laudationen auf die nominierten Schauspielerinnen sehr gut und witzig gemeistert.

Bleibt “The Tree of Life.” Warum die doppelte Notiz? Weil ich zwei mal innerhalb kürzester Zeit in ein Freudentränen heulendes, schniefendes, emotionales Wrack verwandelt wurde, als Bilder und Musik aus dem vielleicht wichtigsten Film aller Zeiten gezeigt wurden. Das ist für mich nicht wirklich etwas seltenes, eher eine Art muscle momory die zum Beispiel auch durch bestimmte Musik bei mir ausgelöst wird, aber ergreifend und schön ist es trotzdem gewesen.

So, und weil ich jetzt schon viel zu viel geschrieben habe (und dabei habe ich mich noch gar nicht über “The Artist” aufgeregt…) ziehe ich einen Schlussstrich und frage in die Runde: Was waren eure bleibenden Eindrücke der Verleihung?


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

[Dialog] Von Unterhunden und Dunklen Pferden

Früher war alles besser. Am 20. Februar 1968 zum Beispiel, bei den 40. Academy Awards. Habe ich dieses Jahr schon Mark Harris‘ fantastisches Sachbuch “Pictures at a Revolution: Five Movies and the Birth of the New Hollywood” empfohlen? Falls nicht sei dies hiermit geschehen. Jede Person, die diesen Dialog tatsächlich mit Interesse liest (oder schreibt) wird dieses Buch lieben. (Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche der Teichman-Schwestern es mir vor ein paar Jahren empfohlen hat, aber ihr sei von ganzem Herzen gedankt.)

Aber man muss gar nicht so weit zurückgehen. Vielleicht ist es mein verklärter Blick zurück, aber irgendwie war es vor zwei Jahren spannender, oder? Auf jeden Fall war ich mehr in das Rennen um die Oscars investiert. “Avatar” vs. “The Hurt Locker” hat aber auch viel geboten. 3D-Special Effects-Blockbuster, technisch auf höchstem Level, mit jeder Menge Form aber kaum Inhalt gegen aufrührendes Kriegs-Drama, intensiv in Szene gesetzt mit einer schauspielerischen Glanzleistung im Zentrum. Dazu noch die schöne Nebensächlichkeit, dass die Regisseure James Cameron und Kathryn Bigelow mal verheiratet waren – fertig war die compelling narrative. Und auch wenn der Sieg von “The Hurt Locker” keine komplette Überraschung darstellte war er doch keine Selbstverständlichkeit und konnte als definitive Entscheidung in einem Kampf zweier völlig verschiedener Herangehensweisen ans Filmemachen gewertet werden.

Aber dieses Jahr? “The Artist” vs. “Hugo“? Von Franzosen in Hollywood gedrehter Film über die Anfänge des Kinos in einem hundert Jahre alten Format (Stummfilm) gegen einen von Hollywood gedrehten, in Frankreich spielenden Film über die Anfänge des Kinos in einem 60 Jahre-alten Format (3D). Der eine spielt Musik von Bernard Herrmann, der andere zeigt Filme von Georges Méliès. Sogar Hunde haben sie beide. Wirklich spannend ist das alles nicht.

Bleibt einem nur zu hoffen, dass all die Prognostiker sich irren und es übernächsten Sonntag doch noch die ein oder andere Überraschung geben wird. Als kleine Vorwarnung für Heiko, der mich netterweise in seinem Zuhause die Oscarverleihung sehen lässt, während er im Zimmer nebenan versuchen wird zu schlafen: Sollte eins oder mehrere der folgenden Dinge passieren, werde ich um ein lautes “Ja!” nicht herumkommen können:

“The Tree of Life” wird bester Film, Terrence Malick bester Regisseur.

Warum es dieser Film mehr als jeder andere verdient hätte, habe ich ja schon erwähnt. Die Academy hat hat vor zwei Jahren bewiesen, dass sie (manchmal) Fähigkeit vor Popularität werten, und die drei Nominierungen für “The Tree of Life” zeigen, dass durchaus Anerkennung für Malicks Meisterwerk vorhanden ist. Und ich ewiger und hoffnungsloser Romantiker werde bis zum bitteren Ende daran glauben, dass der beste Film des Jahres bei den Oscars nicht leer ausgeht.

George Clooney, Gary Oldman oder Brad Pitt wird Bester Schauspieler.

(Meinetwegen auch Demián Bichir, den ich in “A Better Life” durchaus gut fand, dessen Nominierung mich aber dennoch etwas verwundert.) Hauptsache nicht Jean Dujardin, der sich seit Jahren mit dem gleichen dämlichen Gesichtsausdruck durch seine Filme grinst. Und das ist auch gar nicht so schlimm, es passt perfekt zu Rollen wie Brice de Nice, Hubert de La Bath (alias OSS 117) oder George Valentin. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung, selbst eine ohne Worte, sieht anders aus. George Clooney hat schon einen Oscar (Nebendarsteller in “Syriana,” obwohl ich bis eben fest davon überzeugt war, dass er auch einen Regie-Oscar für “Good Night and Good Luck” bekommen hätte), aber wenn eine der tollsten Personen auf dem Planeten noch einen bekommen sollte, freue ich mich natürlich. Brad Pitt hat noch keinen (er ist zum vierten mal nominiert), dafür fehlt im ja sonst wirklich an nichts, aber auch er ist ein Schauspieler der seit langem sowohl im als auch fernab des Scheinwerferlichts positiv auffällt, ihm gönne ich den Oscar ebenso. Gary Oldman, der dieses Jahr die Helena Bonham Carter-Rolle einnimmt und in gleich drei nominierten Filmen mitgespielt hat (“Tinker Tailor Soldier Spy,” “Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2,” und “Kung Fu Panda 2“) war vor diesem Jahr noch nie(!) für einen Oscar nominiert, was ja auch irgendwie ein Skandal ist den ein Gewinn immerhin ein kleines bisschen gut machen würde.

“Pina” wird bester Dokumentarfilm.

Nein, ich habe keinen der anderen nominierten Filme gesehen (zwei sind immerhin bei iTunes, ich werde versuchen, sie bis zur Verleihung gesehen zu haben), aber besser als “Pina” ist ja eigentlich gar nicht möglich. Noch dazu ist der Film eine technische Meisterleistung, die 3D nicht als Spielzeug sieht sondern als Mittel, eine bisher fürs Kino unzugängliche Kunstform einzufangen.

“Drive” gewinnt in der Kategorie Sound Editing.

Weil der Ton tatsächlich besonders gut ist, aber auch, weil der Film schändlicherweise nur in dieser Kategorie nominiert wurde. Ein Oscar für “Drive,” das wär schon was…

Soweit also die Underdogs und Dark Horses, denen ich in 13 Tagen die Daumen drücken werde. Und, okay, ich gebs zu, ein bisschen spannend wird es dadurch schon…


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

January’s movies reviewed

  • "So ein Flegel" (Robert A. Stemmle, 1934)
    The first film adaptation of Heinrich Spoerl’s "Feuerzangenbowle" also stars Heinz Rühmann and makes for an interesting comparison to the 1944 classic. (C+)
     
  • "Get Over It" (Tommy O’Haver, 2001)
    I actually enjoyed this very 90s teen comedy a lot. It has everything from an opening number by Vitamin C to Sisqo to Martin Short channeling Brian Setzer to a rad Shakespeare musical!
     
  • "Tomboy" (Céline Sciamma, 2011)
    A fascinating and wonderfully acted drama about (gender) identity and being a kid. (A-)
     
  • "Love and Other Drugs" (Edward Zwick, 2010)
    Eh. Too long, tries to hard to be funny or sexy, ends up being neither, really. (C)
     
  • "EuroTrip" (Jeff Schaffer, Alec Berg, 2004)
    A modern classic. I simply love this film. (A)
     
  • "Paper Man" (Kieran and Michele Mulroney, 2009)
    Surprisingly touching, Ryan Reynolds steals it. (B)
     
  • "Rango" (Gore Verbinski, 2011)
    A western that happens to be animated, not the other way around. And it’s a pretty good western. (B)
     
  • "Moneyball" (Bennett Miller, 2011)
    Any film that makes me care about baseball is quite the accomplishment. Well crafted, solid script, enjoyable performances. (B)
     
  • "Trucker" (James Mottern, 2008)
    The only reason I watched this was Michelle Monaghan, and, well, I was not disappointed. You will survive without having seen it. (C+)
     
  • "The Guard" (John Michael McDonagh, 2011)
    Fantastic! Brendan Gleeson and Don Cheadle go perfect together in this dark and twisted answer to the buddy cop movie. (A-)
     
  • "Pina" (Wim Wenders, 2011)
    What more can I say? I love it. Seek it out if you haven’t seen it. (A)
     
  • "Cave of Forgotten Dreams" (Werner Herzog, 2005)
    I wanted to see this in 3D, but sadly never got the chance. Still, the images are beautiful and Herzog’s approach is as intriguing as ever. (B+)
     
  • "The Help" (Tate Taylor, 2011)
    Could not win me over. Yes, the cast, from Spencer, Davis, Stone and Chastain to Janney, Spacek and Steenburgen is impeccable, but they can’t do much about mediocre script and direction. (C+)
     
  • "Another Earth" (Mike Cahill, 2011)
    Strong first feature from Chahill and writer/star Brit Marling, this is an intimate, compelling drama. (B+)
     
  • "A Better Life" (Chris Weitz, 2011)
    Watched this because of Demián Bichir’s Oscar nomination. A competent issues drama, no more, no less. (B-)
     
  • "The Artist" (Michel Hazanavicius, 2011)
    Oh, I don’t know, I liked it? A lot, even? I certainly had a lot of fun in the cinema while watching it… Ahem. (B, I guess?)
     
  • "Une vie de chat" (Jean-Loup Felicioli, Alain Gagnol, 2010)
    Sweet. One of the best animated features of the year? No. (C+)
     
  • "Red State" (Kevin Smith, 2011)
    Intense, if nothing else. Very, very intense. (B-/C+)
     
  • "Puss In Boots" (Chris Miller, 2011)
    Somehow I found this very odd for a supposed children’s movie. Looks nice enough, though. (C+)
     
  • "La piel que habito" (Pedro Almodóvar, 2011)
    Had some lengths, but all in all I liked it. Maybe my favorite score of the year. (B-)
     

[Dialog] Fast eine Woche später

Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
 

(c) A.M.P.A.S.

Mein erster Beitrag in diesem Oscar-Gespräch – und was muss ich als erstes zugeben: Fast eine Woche nach Bekanntgabe der Nominierungen hat sich bei mir die richtige Oscar-Begeisterung noch nicht eingestellt. Dabei bin ich mit den Nominierungen gar nicht so unzufrieden, es sind nun einmal die Oscars, dort werden Filme und Schauspieler geehrt, die eine Mehrheit mag – oder wie es im Englischen so schön heißt, die „likeable“ sind. Also war klar, dass weder „Drive“ noch „Melancholia“ nominiert werden. Aber wenigstens wurde der dritte Film, der mich in letzter Zeit begeisterte, ausreichend beachtet. Das ist tatsächlich „The Artist“. Selten habe ich einen Kinosaal so beschwingt verlassen, und es ist auch schon eine Weile her, dass mir ein Film den Zauber des Kinos wieder so vor Augen geführt hat.

Doch irgendwie habe ich Schwierigkeiten damit, dass dieser wunderbare französische Film der Favorit bei den Oscars sein soll. Ich zittere nun einmal lieber mit dem Underdog mit – und wenngleich ich nach dem Sehen von „Hugo“ dachte, das ist quasi „The Artist“ für Amerikaner, daher hat er sehr, sehr gute Chancen bei den Oscars – bleibt „The Artist“ nun einmal der Favorit. Und Favoritensiege sind langweilig.

Aber zurück zu den Nominierungen. Wer in den großen Kategorien übersehen wurde – Ryan Gosling! Albert Brooks! Tilda Swinton! – ist klar, aber was ist denn mit den Nebenschauplätzen? So sehr ich mich über alle Nominierungen für „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ gefreut habe, hätte dieser Film unbedingt eine Nennung für das Produktionsdesign verdient. Denn das ist tatsächlich großartig. Dass „Pina“ nicht als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde, ist natürlich schade. Aber wenigstens hat das Komitee, das den besten fremdsprachigen Film kürt, noch die Kurve bekommen und nicht den äußerst mittelmäßigen dänischen Beitrag „SuperClásico” nominiert.

Und was ist mit den Muppets? Klar, „Man or Muppet“ ist der beste Song, aber da „Life’s a Happy Song“ nicht nominiert wurde, gibt es wohl auch keine großartige Showeinlage mit allen Muppets. Überhaupt bedeutet ja die Nominierung von nur zwei Titeln, dass sich eine deutliche Mehrheit der Branchenmitglieder für ein Lied entschieden hat und der zweite Song quasi nur aus Spannungsgründen nominiert wurde. Vielleicht sollte man hier über eine Regeländerung nachdenken? Wenn ich es richtig verstanden habe, sehen die Mitglieder den Ausschnitt des Films, in dem das Lied zu hören ist. Und da würde ich auch eher ein Lied nehmen, dass während des Films läuft – als beispielsweise „Coeur Volant“ von Zaz, das erst beim Abspann von „Hugo“ erklingt. Nun bin ich aber gespannt, welche Show-Einlagen sich die Produzenten einfallen lassen. Vielleicht darf Madonna auftreten? Oder es gibt einen Auftritt von Uggie, dem Hund aus „Beginners“ und den Pferden aus „War Horse“?

Hollywood Hopeful, 2012


I did this last year, why not make it a tradition?Oscar nominations will be announced in 11 days, on January 24. And while it’s not as obvious who will get in as it was last year with “The King’s Speech” and “The Social Network” set in stone, there are a few names and titles that would be a (pleasant) surprise.

So, once again, here’s my wish list for this year’s Academy Awards. It worked with “Dogtooth” last time, so here’s hoping!

Best Actress: Tilda Swinton, “We Need To Talk About Kevin”
Yes, I would probably still list Swinton if her performance in Lynne Ramsay’s hard-to-swallow drama wasn’t as perfect and singular as it is. But her follow-up to the overlooked (by the Academy) turns in “Julia” and “I Am Love” shows once more why Tilda Swinton is one of the most talented actors of our time.
Granted, her chances for “Kevin” are better than they were for the other two films. Swinton is nominated for a Golden Globe this year and has already won a few awards this season (the most meaningless in Oscar-terms being the European Film Award). Still, she’s anything but a safe bet for an Oscar nomination.

Best Original Score: Alberto Iglesias, “The Skin I Live In”
Front-runner Ludovic Bource (“The Artist“) had nothing to do with the most talked about musical moment in that film – the blatant usage of Bernard Herrmann’s famous “Vertigo” score. Pointless, maybe, but certainly not as disgusting as Kim Novak’s cry of ‘rape.’ The other names in the field are as predictable as they may be good: Williams, Shore, Desplat. Even Reznor/Ross won’t be a surprise anymore, although it would be great to see their win last year open doors for, say, The Chemical Brothers, whose “Hanna” score may be the best workout music in quite some time.
Who I really want to see nominated is Iglesias, who also scored “Tinker Tailor Soldier Spy” this year. But it’s his ominous, thrilling work for Pedro Almodóvar’s horror flick that really deserves to be up there.

Best Cinematography: Hélène Louvart, “Pina”
From the press kit: “For the 3D image composition Wim Wenders convinced one of the most experienced 3D pioneers in stereography, Alain Derobe, to join his team. … Derobe developed a special 3D camera rig mounted on a crane. To create the depth of the room it is very important to stay close to the dancers and to follow them: ‘Normally, with a dance film, we would erect cameras in front of the stage, far away from the action on stage,’ says Alain Derobe, ‘for PINA we positioned the cameras between the dancers. The camera literally dances with them.'”
DP Louvart opens up a whole new world on the (3D) screen, one that I enjoyed so much that I didn’t wait long to immerse myself in it a second time just days after I first saw it. “Pina” is groundbreaking entertainment and its cinematography the best argument for 3D so far.

Best Actor: Hunter McCracken, “The Tree of Life”
Yes, I’m still beating that drum. McCracken gave a stunning debut performance in Malick’s masterpiece but has not been heard from since. He (or his parents) wisely decided that a proper education would be worth more than an awards run, so instead of hitting the campaign trail McCracken stayed in high school. Good for him, but he deserves more than the lone Chicago Film Critics Association nomination (for Most Promising Performer) he got so far.

Best Director: Thomas McCarthy, “Win Win”
Tom McCarthy is one of the greatest directors currently working. Bold statement, I know, but I can back it up. Think of his films, “The Station Agent,” “The Visitor” and “Win Win.” What do they have in common? Sweeping vistas? Exciting special effects? No. Truly moving stories and honest, restrained performances? Yes. And that’s no coincidence. Sure, Patricia Clarkson or Richard Jenkins are gifted actors, but it takes a director like McCarthy (who is also an actor) to lift them to the next level. And that’s what he does with Paul Giamatti and Amy Ryan in “Win Win,” both of whom giving the best performance of their careers. McCarthy is a cinematic treaure, and it’s time the Academy recognized that.

Best Sound Mixing: Robert Eber, “Drive”
Next to “The Tree of Life” and “Pina,” I’d say this is the film where it’s most essential you watch it in a theater. And one of the (granted, many) reasons is the superb sound mix. Of course the Sounds are tricky categories; ideally sound effects and mixing should be something that goes unnoticed by most viewers, yet year after year it’s the more showy offerings that get the nominations (see also Best Make-Up). And while I did notice the sound mix on “Drive” I was never distracted by it. On the contrary, it heightened the experience, especially in the much debated second half of the film. Sadly, with no precursor awards or nominations for “Drive” in this category, this is never going to happen. “Transformers” it is, then.

Best Picture: “Beginners”
Okay, here’s a bet for you: Sunday night, Christopher Plummer will win the Golden Globe for his supporting performance in Mike Mills’ gem of a movie. Next, he will be nominated for the Oscar, which he will also win. I know, safe bet so far, so I’ll toss in one more thing: Mills will get a nomination for Original Screenplay, but lose to Woody Allen. And that will be all the Oscars will have to offer “Beginners.” Because, as the films so beautifully shows us, life’s just not fair. If it were, “Beginners” would be up for Best Picture. Alas!

Best Supporting Actor: Corey Stoll, “Midnight in Paris”
Speaking of life being unfair: If “Midnight in Paris” deserves any recognition – and I don’t believe it deserves much, it’s for Stoll’s scene-stealing turn as Ernest Hemingway, which may be the only thing that keeps Allen’s film from being totally forgettable.

Best Picture: “Margin Call”
Writer/director J.C. Chandor has a (small) chance of scoring a Screenplay nod, but that’s about it for this smart, exciting tale of financial collapse. In some other year there would be talk of Kevin Spacey, Zachary Quinto (Leading) Jeremy Irons, Stanley Tucci (Supporting) and Chandor (Directing). But as well-timed with the Occupy movement and the general mood of the public “Margin Call” was, it did not fare well in the awards conversation, which is a shame.

Best Supporting Actor: Andy Serkis, “Rise of the Planet of the Apes”
The argument has been made. A lot, and well. I don’t need to rehash it.

And, finally…

Best Picture, Director (Abbas Kiarostami), Screenplay (Kiarostami), Actress (Juliette Binoche) and Actor (William Shimell), “Copie conforme” (“Certified Copy”)

Those are my unlikely but deserving picks. What are yours?

Top 5 (or 18) of 2011 (First Draft)

I’ve got a mildly bad cold right now and don’t feel much like writing, but I just did something like a Top 5 “Movies of 2011″-list on Twitter so I’d thought I’d copy it here so that you can comment on on it or whatever. Also keep in mind that I will most likely revise the list once I’ve seen more films (holds-out include “The Artist,” “Weekend,” both Spielberg movies, tons of other stuff), but, yeah, this’ll do for now.

  1. Beginners
    Drive
    Pina
    The Tree of Life
    (tied)
  2. Copie conforme” (“Certified Copy”)
    Margin Call
    Melancholia
    Win Win
    (tied)
  3. 50/50
    Crazy, Stupid, Love.
    Hanna
    Source Code
    (tied)
  4. Contagion
    Jodaeiye Nader az Simin” (“A Separation”)
    Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2
    (tied)
  5. Bad Teacher
    Fast Five
    Rise of the Planet of the Apes
    (tied)