Top 10 Albums of 2013

Brand New, The Devil and God are Raging Inside Me

“The Devil and God are Raging Inside Me”

It’s list time!

While 2012 had been the year I fully switched to streaming instead of buying and discovered a lot of new music, I mostly stuck to the familiar in 2013. Only a handful of albums released this year made it into my rotation, which is not to say that there havn’t been some great records, just that I didn’t feel like seeking them out.

Here are the ten albums I listened to the most in the last 12 months:

  1. The Devil and God are Raging Inside Me” (Brand New, 2006)
  2. The Hazards of Love” (The Decemberists, 2009)
  3. The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford
    (Nick Cave & Warren Ellis, 2007)
  4. Midnight Boom” (The Kills, 2008)
  5. Lost (Season 3)” (Michael Giacchino, 2008)
  6. The 20/20 Experience” (Justin Timberlake, 2013)
  7. Mosquito” (Yeah Yeah Yeahs, 2013)
  8. Blood Pressures” (The Kills, 2011)
  9. TRON: Legacy” (Daft Punk, 2010)
  10. Violent Femmes” (Violent Femmes, 1983)

Four of these were in my Top 10 last year, too: “The Devil and God” at #7, “Blood Pressures” at #8, “Midnight Boom” at #9, and “The Assassination” at #10.

Filmvorlieben

Ich weiß noch, dass ich vor gar nicht langer Zeit nichts lieber gemacht habe als Fragebögen und Steckbriefe auszufüllen. Heute ist das ganz anders. Ich mag es nicht, mich festzulegen, ich habe Angst (oder Gewissheit), dass mir wichtige und richtige Antworten nicht einfallen und überhaupt kenne ich mich genug, zu wissen, dass ich eine Woche später komplett anders antworten würde.

Dennoch möchte ich mich, auch weil dies hier ja mal ein “Filmblog” war und vielleicht eines Tages wieder eines werden könnte, bemühen die von Lena an mich weitergereichten Fragen über meine Filmvorlieben hier zu beantworten.

Was ist dein Lieblingsfilm?
Ich bin eigentlich ganz froh, dass ich darauf keine eine Antwort habe. Gibt es wirklich Menschen, denen immer, zu jeder Tageszeit, in jeder Stimmung die selben Dinge gefallen? Das ja klingt furchtbar langweilig. Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann und stets aufs neue begeistert bin sind “Jurassic Park,” “When Harry Met Sally…,” “Groundhog Day,” “The Visitor,” “The Nightmare Before Christmas” und viele, viele mehr. In den letzten paar Jahren haben mich die beiden Filme “Rachel Getting Married” und “The Tree of Life” getroffen wie fast sonst nichts in meinem Leben, und immer, wenn ich sie aufs neue besuche mache ich eine Achterbahn der Gefühle durch wie sie sonst kein anderer Film jemals in mir ausgelöst hat.

Wieso ist das dein Lieblingsfilm?
Wieso ist irgendwas ein Lieblings-irgendwas? Das ist so eine Art von Frage, wegen der ich nicht mehr beim Media Monday mitmache.

Was waren deine Lieblingsfilme als Kind?
Sowas weiß ich nicht mehr. Die Person, die ich als Kind gewesen sein muss ist mir eh völlig fremd. Wirkliche Film(vor)lieben kamen erst in der Jugend auf, denke ich mal.

Wer ist dein Lieblingsregisseur?
Wieso ist das dein Lieblingsregisseur?

Wie definiert man so etwas? Jonathan Demme hat drei Filme gedreht, die ich für absolute Meisterwerke halte (“Stop Making Sense,” “The Silence of the Lambs” und “Rachel Getting Married“), aber sonst habe ich glaube ich nichts von ihm gesehen. Einen neuen Tarantino würde ich mir immer gerne ansehen, aber das auch erst wirklich seit “Inglourious Basterds,” und “Grindhouse” bzw. “Death Proof” habe ich auch noch nicht gesehen. Ist ein bisschen so wie in der Musik. “The Devil and God are Raging Inside Me” ist für mich das beste Album, das jemals aufgenommen wurde, aber sonst kenne ich fast nichts von der Band und ehrlich gesagt interessieren mich ihre anderen Alben auch nicht wirklich.

Hattest du schon vorher eine Lieblingsregisseur?
Warum ist das nicht mehr dein Lieblingsregisseur?
Etwa zum Ende des letzten Jahrhunderts habe ich eine große Kubrick-Phase durchgemacht (das geht wohl jedem Filmfreund irgendwann so), und seine Filme sind natürlich Meisterwerke, aber letztendlich eben auch nur Filme. Cameron Crowe konnte mich mit “Say Anything” und “Untitled” schwer begeistern, aber spätestens seit “We Bought a Zoo” (Gähn!) ist das auch vorbei. Mit David Fincher war es ähnlich, “Seven,” “The Game” und “Fight Club” sind drei meiner Lieblingsfilme, aber der Name Fincher ist für mich heute kein Grund, ins Kino zu rennen.

Wer ist dein Lieblingsschauspieler?
Ralph Fiennes.

Wer oder was ist deine liebste Filmfigur?
Noch nie wirklich darüber nachgedacht. Jesse und Celine aus “Before Sunrise” und dessen Nachfolgern liegen mir sehr am Herzen. Die Idee, Figuren über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder zu besuchen finde ich extrem spannend (bin sehr auf Linklaters “Boyhood gespannt) und Jesse und Celine sind einfach zwei unglaublich tolle, wahre Figuren.

Auf welche kommenden Filme freust du dich am meisten?
So etwas mache ich eigentlich nicht mehr. Das große Problem, nur englischsprachige Filmseiten und -Kritiker zu lesen, aber in einem Land zu leben, in dem man die meisten interessanten Filme erst Monate später sehen kann hat es mir gänzlich ausgetrieben, mich zu sehr auf kommende Filme zu freuen. (“Before Midnight” würde ich natürlich sehr gerne sehen, aber das wird wohl leider auch noch eine Weile dauern.)

Wenn du das Geld und/oder die Möglichkeiten hättest, über was oder wen würdest du einen Film drehen oder was möchtest du generell mal verfilmt sehen?
Stephen Kings The Dark Tower“-Reihe ist für mich in Sachen Bücher das, was “Rachel“/”Tree of Life” für Film, “The Devil and God” für Musik und “LOST” fürs Fernsehen ist, von daher verfolge ich die Nachrichten über die mögliche Verfilmung (nach letztem Stand von Ron Howard) mit großem Interesse, aber auch ein wenig Angst. Generell habe ich was Literaturverfilmungen angeht, selbst von Lieblingsbüchern wie “The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy,” keine Probleme damit, wenn sie eigene Wege gehen und sich nicht von der Vorlage fesseln lassen. Aber die Welt, die King geschaffen hat (die übrigens weit über die acht “Dark Tower”-Bücher hinaus, in einen Großteil seines Schaffens übergeht) kann ich mir nur schwer gerecht ins filmische umgesetzt vorstellen. Die zwischenzeitlich kursierende Idee, eine Trilogie mit jeweils einer Staffel TV-Serie dazwischen zu produzieren war schon sehr interessant, aber letztendlich würde das dem Studio wohl zu teuer werden. Und vielleicht dauert es auch noch ein paar Jahre, bis die Technik für Oy bereit ist, aber ich bin mir sicher, Andy Serkis hat die perfekte Stimme für ihn schon gefunden. Zumindest würde er die Rolle bekommen, wenn ich den Film produzierte. Andere Rollen gingen an Aaron Paul (Eddie) und Zoe Saldana (Susannah). Mit Javier Bardem als Roland konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Die Figur basiert natürlich auf Clint Eastwood, also sollte der den alten Roland spielen, und für den jüngeren würde ich dann Timothy Olyphant besetzen, der ja schon in “Rango” gezeigt hat, dass er ein guter Eastwood-“Ersatz” ist.

Und ansonsten gilt natürlich nach wie vor mein Angebot für einen Porno mit Michael Fassbender und Tilda Swinton.

The Devil and God are Still Not Raging On Vinyl

Mal eben ein kleines Update zu dem Beitrag vom 6. Oktober 2009, in dem ich voller Vorfreude das baldige Erscheinen des Albums “The Devil and God Are Raging Inside Me” ankündgte, und dem Beitrag von Heiligabend 2009, das von dem schwierigen und letztendlich aussichtslosen Weg erzählte, an eben diese Schallplatte heranzukommen.

Amazon führt die Scheibe mittlerweile gar nicht mehr und eine kurze Suche in denen mir von Google vorgeschlagenen deutschen Plattenversendungshäusern ergab auch nichts. (Der geneigte Leser (Oli) möge mir an dieser Stelle Links zu den Läden seines Vertrauens offenbaren.) Wikipedia weiß, dass es insgesamt nur 9.200 Pressungen (in alerlei verschiedenen Ausgaben) der Devil and God gab und davon die meisten auch schon ausverkauft sind. (Im offizielen Webladen der Band gibts nur CDs und T-Shirts…)

EBay führt zum Zeitpunkt dieses Beitrags eine Auktion auf eine der weißen Vinyle aus den USA mit einem Starpreis von $99,99. Billiger wäre besser.

Warum überhaubt so ein Brouhaha für dieses Album? Weil die Visions es zur Platte des Jahres 2006 kürte? Möglich, aber das war für uns Dauerhörer damals schon nur eine Bestätigung und keine Offenbarung mehr.

Aber im Dauerhören liegt die Antwort. The Devil and God ist nicht nur ein Album, das man immer wieder und wieder hören kann und will, sondern eines das auch beim (mindestens) 671. Wiederhören noch Neues offenbart, und tatsächlich noch besser wird.

Mein aktuelles Lieblingsalbum ist Blood Pressures von The Kills. Ich höre es jeden Tag, manchmal auch mehrere male direkt hintereinander. Es klingt fantastisch, es macht Spaß, es hat einen Hammer-Sound. Aber mit der Reaktion, die ich auf The Devil and God habe, ist es nicht vergleichbar. Das Durchören dieses Albums ist eine emotionale tour de force. Schmerz, Wut, Trauer, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung. Viel Musik handelt von diesen Dingen, aber nur wenige lässt sie mich so intensiv nachfühlen.

Und das ganze auch noch in einer Musikrichtung, mit der ich mich nie so richtig anfreunden konnte. Wikipedia nennt als Genres des Albums “Alternative rock, emo, post-hardcore, indie rock”. Mancherorts habe ich auch den (seltendämlichen) Begriff screamo gehört. Erst vor ein paar Tagen hat der Urius wieder eine Musikempfehlung herausgehauen, bei der ich am Rumgrschreie des Sängers einfach nicht vorbeikommen mag.

Auf The Devil and God wird auch geschrien. Wo ist der Unterschied? Nun, zunächst einmal wird nicht nur geschrien. Und wenn, dann hat es eine Berechtigung. Wenn Text und Thema (und die Musik) es erfordern.

Wenn ich doch kurz einmal auf das Medium Film zurückkommen darf: Mit dem Geschreie ist es vielleicht ein bischen so wie mit den Spezialeffekten. Es gibt Filme, die sehr effektlastig sind, in denen die Effekte aber nicht wirklich auffallen. Moon zum Beispiel. Oder, um einen Titel zu nennen den auch Leute gesehen haben: Forrest Gump. Würde man jetzt nicht unbedingt als Special Effects-Film bezeichnen. Man hat eher die Geschichte im Kopf. Die vielen Erlebnisse der Hauptfigur. Aber diese sind in den meisten Fällen nur durch spezielle Effekte überhaupt möglich. Nur sind sie subtil eingesetzt und schreien nicht nach Aufmerksamkeit.

Ein Gegenbeispiel hierfür wären die neuen Star Wars-Filme. (Und mitlerweile ja leider auch die alten.) George Lucas scheint dem Mantra “Mehr ist besser” verschrieben zu sein und packt in seine Filme so viele Spezialeffekte wie es nur geht. Im Hintergrund muss immer irgendwas zu sehen sein, irgendwelche ausserirdischen Viecher oder Raumschiffe oder was auch immer, hauptsache es lenkt von den dämlichen Dialogen ab. Und das tut es wirklich, es lenkt ab. Die Effekte dienen nicht der Story, sie dienen nur sich selbst.

Und das Gefühl habe ich auch bei dem Rumgeschreie von z.B. dem Polar Bear Club. Es wird geschrieen, weil halt geschrieen wird. Schreien zum Selbstzweck. Nicht so bei The Devil and God Are Raging Inside Me.

(Ein weiterer Grund, dass manche Sänger nur schreien, kann natürlich auch sein, dass sie nicht singen können. Das ist bei Jesse Lacey zum Glück nicht der Fall.)

Ich könnte noch viel mehr schreiben, über das perfekte Schlagzeug zum Beispiel. Ein anderes mal…

Link: The Devil and God Are Raging Inside Me bei Spotify.

Die Odyssee

5. Oktober 2009:
Brand New’s Devil and God finally being pressed to Vinyl

4. November 2009:
“Vielen Dank für Ihre Bestellung bei Amazon.de!
Lieferung voraussichtlich: 25. November 2009 – 26. November 2009

24. November 2009:
“Wir bedauern, dass wir eine Verzögerung bei Ihrer Amazon.de-Bestellung ankuendigen müssen.
Voraussichtliches Lieferdatum: Dezember 17 2009

9. Dezember 2009:
“Wir versuchen noch immer, den Artikel, den Sie am November 04 2009 bestellt haben, zu besorgen.
Derzeit könen wir leider keinen Liefertermin nennen.”

13. Dezember 2009:
Brand New Devil And God Vinyl Cancelled

21. Dezember 2009:
Brand New’s ‘The Devil and God Are Raging Inside of Me’ will be released on vinyl through Academy Fight Song on March 16th.

23. Dezember 2009:
“Wir bedauern, dass wir eine Verzögerung bei Ihrer Amazon.de-Bestellung ankuendigen müssen.
Voraussichtliches Lieferdatum: Januar 12 2010 – Januar 15 2010

to be continued

The Devil and God are Raging on Vinyl

Musikfans, aufhorchen!

Ziemlich genau drei Jahre nach Erscheinen des besten Albums aller Zeiten, “The Devil and God are Raging Inside Me“, gibt es das Meisterwerk ab dem 24. November 2009 endlich auch auf gutem alten Vinyl gepresst zu kaufen.

devil and god

Der Grund dafür, daß es das bisher noch nicht gab, ist das hier zu sehende Coverfoto, bzw. dessen Fotograf, Nicholas Prior, der nicht die Rechte für das Plattencover hergeben wollte. Ob sich das geändert hat oder ob die Scheibe nun mit einem anderen Cover herausgebracht wird, ist leider noch nicht ganz geklärt, aber von der Band hiess es bisher immer, daß man schon sehr gerne das derzeitige Motiv beibehalten möchte, insofern hoffe ich mal auf das beste. Ein Platz an meiner Plattencover-Wall-of-Fame ist auf jeden Fall schonmal gesichert.

Ach ja, noch kurz was zu Brand New, die ja auch die Tage ihr neues Album “Daisy” auf den Markt geworfen haben: Während ich “The Devil and God” ungelogen für ein perfektes Album halte, bin ich nicht unbedingt ein Fan von Brand New. Das neue Album, und auch was sie vor “The Devil and God” herausgebracht haben finde ich eher meh. Kurz: Ich bin Fan des Albums, nicht der Band.