Zur Wahl

Ich finde Politik ja extrem langweilig.

Natürlich verfolge ich das politische Geschehen, aber auch nicht mehr als nötig. Ich kenne die Standpunkte, zumindest ungefähr; an den Personalien bin ich nicht sonderlich interessiert. Na gut, an den Standpunkten eigentlich auch nicht.

Ich bin ja so jemand, der eine Meinung erst formuliert, wenn er sie laut ausspricht. Und es muss dann auch nicht unbedingt meine Meinung sein. Nur eine Meinung.

Als ich mich neulich mit einer Freundin über die anstehende Bundestagswahl unterhielt, kam ich so dann auch auf den folgenden Gedankengang: Ich will vor allem (auch vor eventuellen Ideologien) eine handlungsfähige Regierung. Also schonmal keine große Koalition. Und da gibt es eigentlich nur einen logischen Schluss: CDU wählen. Meinetwegen auch CDU und FDP. Instinktiv, warum auch immer, wäre mir eine rot-grüne Regierung lieber als eine schwarz-gelbe, aber so wie es derzeit aussieht, müsste sich die SPD ja mindestens noch Die Linke ins Boot holen um zu regieren (oder eben die große Koalition fortführen) – und das ist ja nun wirklich nicht ernstzunehmen.

Soweit die (spontan formulierte) Theorie.

In der Praxis habe ich es dann gestern, als ich meinen Stimmzettel für die Briefwahl ausfüllte, allerdings wie immer gemacht und zweimal die Grünen gewählt.

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