Hoffnungsschimmer

Ich möchte mich ja nicht zu früh freuen, aber wenn man diesem Kommentar zu meinem letzten Beitrag glauben darf, plant das hiesige CinemaxX doch tatsächlich, in Zukunft häufiger Originalfassungen zu zeigen, wenn auch “erst mal unregelmäßig”.

Das wäre natürlich schön. Ich gehe ja eigentlich sehr gerne ins Kino, aber es ist eben immer wieder eine große Überwindung, einen Film synchronisiert zu schauen. Von den 163 Filmen die ich letztes Jahr gesehen habe waren lediglich 8 synchronisiert (knapp unter 5%). Und in die bin ich auch nur widerwillig oder zumindest zähneknirschend. Aber alle im Kino. Wie gesagt, ich mag Kino ja eigentlich, und bei diesen 8 Filmen erschien mir das Plus große Leinwand etwas gewichtiger als das Minus synchronisiert.

Die weiteren 6 mal, die ich 2010 im Kino war, waren Originalversionen. Drei spanische, zwei französische und eine deutsche, alle im Broadway und bis auf den deutschsprachigen Film alle im Rahmen der (hoffentlich) jährlichen Aktion der Asta, im Winter je vier Filme in englischer, spanischer und französischer Sprache zu zeigen. Tolle Absicht, nicht immer tolle Ausführung. Aber immerhin etwas.

Bis vor ein paar Jahren hatte auch das CinemaxX mit einiger Regelmäßigkeit, meisten Montag abends, wenn ich mich richtig erinnere, englischsprachige Originalversionen gezeigt. Das Problem, das ich damals mit diesem Angebot hatte und auch der Grund, weshalb ich es nicht oft genutzt habe, war die Filmauswahl. Harry Potter, Twilight, Transformers (vielleicht nicht genau die drei, aber die Richtung stimmt) – also nicht nur eher uninteressante Filme sondern gerade genau die Sorte von Filmen, bei denen eine Synchronisation noch am wenigsten schlimm ist.

Daß CinemaxX’ Nico Pätzel nun schreibt, sie würden “erst mal unregelmäßig Originalfassungen zu großen Filmen zeigen” (meine Formatierung), läßt mich natürlich befürchten, daß den Blockbustern des kommenden Sommers (Harry Potter, Twilight, Transformers, seufz…) wieder der Vortritt vor zwar anspruchsvollen aber eben “kleinen” Filmen gegeben wird.

Aber vielleicht ja auch nicht. Vielleicht wird ja alles endlich gut und man muß sich nicht mehr für die Kinosituation in Trier schämen. Manchmal geschehen noch Wunder. Beispiel: Das Broadway zeigt diesen Monat (am 11. und am 17.) Jonathan Demme’s Stop Making Sense, den wohl besten Konzertfilm aller Zeiten. Und das CinemaxX zeigt derzeit tatsächlich Pina (in 3D), was ich ja noch vor wenigen Wochen angezweifelt hatte. Und weil das natürlich belohnt werden soll, werde ich heute Nachmittag dann auch ein Ticket lösen und mich das zweite mal diese Woche (und tatsächlich erst das zweite mal in meinem Leben!) alleine ins Kino begeben.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: