The Lion King 3D

Disneys “Der König der Löwen” ist zurück in den Kinos, dieses mal in 3D. In den USA war dieses Experiment so erfolgreich, dass in den nächsten Jahren Titel wie “Finding Nemo” und “Beauty and the Beast” ebenso bearbeitet und neu veröffentlicht werden. Dazu kommen 3D-Versionen von James Camerons “Titanic” und, im Februar 2012 und dann jeweils im Februar der folgenden Jahre, die “Star Wars”-Episoden I-VI. Auch Charlie Chaplin ist nicht sicher. Über Zweck und Notwendigkeit lässt sich sicherlich streiten, aber 3D ist jetzt nunmal hier und bleibt es vorerst auch.

Als ich hörte, dass “Der König der Löwen” wieder ins Kino kommt, war mir klar, dass ich hineingehen würde. Ein bisschen, weil ich neugierig auf die 3D-Umwandlung war, aber hauptsächlich, weil der Film einer der besten seines Genres ist und es immer noch etwas Besonderes ist, einen Film im Kino zu sehen (wenn nicht gerade DVDs abgespielt werden – aber genug vom Broadway…). Und das erste mal ist ja auch schon 16 Jahre her (Wahnsinn!).

Die Vorstellung in der ich war lief im Rahmen des CinemaxXer Kinderkinos (Klexi-Sause oder etwas ähnlich dämliches) und dementsprechend waren auch jede Menge Eltern mit kleinen Kindern im Saal – obwohl der Film meines Erachtens ab 6 Jahren sein sollte. Immerhin wurde das Baby, das pünktlich zu Beginn des Films zu Schreien anfing, zügig entfernt.

Etwas überrascht war ich von der weiteren Zusammensetzung des Publikums. Neben Eltern und Kleinkindern stellten Mädchen bzw. junge Frauen (im Alter von 15-25) die größte Gruppe. Ich hätte ja gedacht, dass sie gerade etwas zu jung sind, um den “König der Löwen” schon im ersten Lauf gesehen zu haben und nun aus ähnlich nostalgischem Grund wie ich wieder hier sind, aber wahrscheinlich waren das genau die Unter-6-jährigen, über die ich mich 1994 aufgeregt habe. (Die, die nicht verstanden haben, dass der erwachsende Löwe am Anfang nicht der selbe ist wie der erwachsene Löwe am Ende.)

Das 3D ist sicherlich gut gemeint und gemacht, verleiht dem Film aber nichts, was er nicht ohnehin schon hatte. Das oft-gehörte Argument, 3D lasse den Zuschauer besser in die Szenerie ‘eintauchen’ schlägt bei mir nicht wirklich an. Eine gute Geschichte und schöne Bilder können dies auch ohne 3D-Effekte erreichen. Ich habe durchaus schon gutes 3D im Kino gesehen (z.B. “Toy Story 3” oder “Resident Evil: Afterlive”), aber erst und nur in einem einzigen Fall, “Pina,” halte ich es für wirklich notwendig. Ich habe an einigen Stellen (u.a. hier) gelesen, dass sich viele Szenen im “König der Löwen” besonders gut für die 3D-Umwandlung eigneten, da sie ohnehin schon eine große Tiefe bzw. Vordergrund/Hintergrund-Dynamik aufweisen. Ich denke allerdings, dass genau dies ein Grund ist, warum 3D hier nicht von Nöten ist: Schon die normale, 2D-Version des Films bietet mehr Tiefe und Dynamik als so mancher nachträglich 3D-isierter Film.

Und der Film selbst: Großartig wie eh und je. Ich hatte ihn auf VHS oft genug gesehen, dass ich sämtliche Dialoge hätte mitsprechen können; seit dem letzten Sehen sind allerdings schon einige Jahre (10?) vergangen. Die Animation – noch weitgehend per Hand gezeichnet – ist wunderschön. Die Musik von Hans Zimmer, Elton John und Tim Rice ist immer noch unglaublich emotional. (Ja, es gab mal wieder Tränen…)

Und: Scar ist einer der besten/fiesesten Bösewichte der Filmgeschichte:

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