[Dialog] Unnötige Nebengeräusche?

(c) A.M.P.A.S.

Schauspieler in Filmen – okay, das ist sicherlich ein wichtiges Thema. Aber im Vorfeld der Oscars geht es doch auch immer um die Schauspieler auf dem roten Teppich, bei Dankesreden und natürlich in Talkshows. Was manche als üble PR empfinden, bereitet mir durchaus Freude. Beispielsweise Viola Davis‘ Dankesreden nach dem Gewinn als beste Schauspielerin und für das beste Ensemble bei den SAG Awards – oder Jean Dujardin, der derselben Veranstaltung im press room kurzerhand die Marseillaise anstimmte. Solche Auftritte sehe ich mir gerne an.

Selbst für einige Talkshow-Auftritte kann ich mich begeistern. So habe ich sehr über Tom Hanks gelacht, der sich bei Letterman über Eisenhüttenstadt und das Spielstraßen-Schild ausließ – oder auch Brad Pitt, der bei Jon Stewart ein neues Auswahlverfahren bei den Oscars vorschlug: Alle fünf nominierten Schauspieler fassen die Statue an – und wer am längsten durchhält, darf sie behalten. Natürlich ist alles Werbung für ihre Filme – und sie selbst -, aber eben gut gemacht.

Wem das ein wenig zu einfach ist, kann sich ja stattdessen einige Ausschnitte aus den verschiedensten „roundtables“ ansehen. Dort unterhalten sich dann in einer Regisseursrunde Martin Scorsese, Stephen Daldry, George Clooney, Michel Hazanavius und Alexander Payne über ihre Stoffauswahl, das Casting und Arbeitsweisen. Oder in der Schauspielerrunde sprechen Charlize Theron, Michael Fassbender, Tilda Swinton, Viola Davis, George Clooney und Christopher Plummer über die Oscars, Wohnwagen und andere Ereignisse an verschiedenen Sets. Das ist lustig, charmant und manchmal sogar aufschlussreich. Dabei lassen sich die Erwartungen recht gut steuern: Mit George Clooney, Meryl Streep oder Tom Hanks wird es meistens witzig, mit Tilda Swinton und Martin Scorsese eher interessant. Und manchmal stellt man sogar fest, dass diese(r) Schauspieler(in) anscheinend doch nicht ganz so unsympathisch ist …


Oscar-Dialog 2012

#1 Der Tag nach dem Tag danach (nebel)
#2 Der Tag nach dem Tag und dann noch einige Tage später (cez)
#3 Fast eine Woche später (Sonja)
#4 30 Schauspieler in einem Eintrag! (nebel)
#5 Zwei, drei Bemerkungen zu Midnight in Paris (cez)
#6 Unnötige Nebengeräusche (Sonja)
#7 Von Unterhunden und Dunklen Pferden (nebel)
#8 Über damals und Meryl Streep (Sonja)
#9 2008! (cez)
#10 Lange Nacht (nebel)

One thought on “[Dialog] Unnötige Nebengeräusche?

  1. Wenn man sich die Mühe macht, Jean Dujardins Auftritt bei Jay Leno aufzustöbern, kann man sehen wie erstaunlich gut der Schauspieler mit selbst dem dümmsten Interviewer umgeht. (Nicht, dass es sonst einfach wäre, Leno zuzusehen, aber wie er  e x t r a  l a n g s a m  für seinen französischen Gast spricht ist schon schmerzhaft. Bonus: Leno verbiegt sich, um “Uggie” irgendwie französisch auszusprechen, Dujardin übersieht dies einfach und benutzt die korrekte, englische Aussprache.)

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