Fünfter oder sechster Tag (und schon wieder nur Regen)

Ja ja, in Trier gehts ab. Dem Video nach zu urteilen vor allem auf dem Weihnlehrpfad und dem Turm Luxemburg. Dass wir musikalisch einiges drauf haben ist ja spätestens seit Gangsta-Rapperchen Michi klar. Aber zurück zum Fußball…

Mein eigentlicher Plan war es, gestern um 18 Uhr den Fernseher an und den Ton aus zu machen und mir das Spiel Griechenland-Tschechien quasi als Hintergrundbestrahlung für die neueste Folge Filmspotting: SVU anzusehen. Aber nichts da. Zwei frühe Tore, spektakuläre Fouls, eine mir immer noch unerklärliche Torwartselbstauswechslung… in Breslau ging es ab wie in einem Trierer Hip Hop-Video! Also Podcast aus, Fernseher wieder laut gedreht, Baumkuchen und Erkältungstee serviert und mit voller Aufmerksamkeit dem Spiel gefolgt.

Dass ich das auch kann ist zwar nach den letzten paar Ms nichts ganz neues für mich, aber immer wieder überraschend. Es braucht immer eine Weile, aber wenn ich es wirklich möchte, kann ich tatsächlich Spielzüge verfolgen, Abseits sehen, mich über schönes Fußball freuen und all die Dinge, die ein normaler Fußballfan wohl so macht.

Nur eins fällt mir noch schwer: Mich über den Schiedsrichter aufregen. Das ist ja sehr beliebt, aber irgendwie ist mir der Mann in Schwarz noch bei jedem Spiel der sympathischste auf dem Platz.  Arbeitet am meisten, bekommt am wenigsten Respekt.

Die Linienrichter kommen auch nicht besser weg. Nach jedem Abseitspfiff die gleiche Geschichte: Wiederholung des Passes, Einblendung der Abseitslinie und dann vom Kommentator ein gequältes “Joa, gut, okay, da hat er mal recht gehabt, kann man leider nicht anders sagen. Ich sehe das von hier oben aus meiner Reporterloge natürlich viel besser als der ausgebildete, professionelle Linienrichter dessen einzige Aufgabe es ist, darauf zu achten ob ein Spieler im Abseits steht. So schwer es mir auch fällt, das zuzugeben, heute hat er es ausnahmsweise mal richtig gemacht.

Aber ich schweife ab. Das Spiel hat Tschechien wohlverdient gewonnen und weil ich bisher noch keinen hatte sind die Tschechen jetzt einfach mal mein Favorit für diese EM.

Anstatt des zweiten Spiels habe ich mir Ernst Lubitschs “To Be or Not To Be” angesehen. Auch in Polen, weniger Fußball, mehr Hitler. Sehr schöner Film. Vor allem allen zu empfehlen, denen “Inglourious Basterds” gefallen hat.

Und noch schnell meine Tipps für heute: Deutschland besiegt den Fluch und gewinnt das zweite Spiel. Portugal bekommt zwei rote Karten.

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