¡Vete con viento fresco!

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Jeden Morgen, wenn es an das Schreiben dieser WM-Berichte geht, stehe ich vor der Entscheidung, ob ich (z.B. beim Oli) nachschaue wer am Abend zuvor gespielt hat oder mich allein auf meine Erinnerung verlasse, die, zumindest was Fußball angeht, durchaus löchrig ist.

Der gemeine Fußballfan mag vielleicht den Kopf darüber schütteln, dass ich mir nicht mal eine Handvoll Mannschaften merken kann, selbst wenn ich ihnen nur wenige Stunden zuvor teilweise 90 Minuten lang sowas wie Aufmerksamkeit geschenkt habe. Aber es sind halt doch alles Fußballer, die zudem auch noch allesamt Fußball spielen. Mögen sie auch noch so unterschiedliche Trikots tragen oder Namen haben, aus meiner Perspektive sehen sie alle gleich aus.

(Kurzes, veranschaulichendes Beispiel: zeige ich einer nicht wirklich an Science-Fiction interessierten Person ein paar Folgen aus der sechsten Staffel der Serie “Star Trek: Deep Space Nine,” in der die Föderation sich mit den Romulanern und den Klingonen gegen die Jem’Hadar und die Cardassianer verbündet, dann weiß sie höchstwahrscheinlich am nächsten Tag auch nicht mehr im Detail, wer da jetzt genau gegen wen Krieg führt und für welche Mannschaft Weyoun spielt.)

Dass Spanien gestern verloren und das Turnier verpatzt hat, das weiß ich noch. Gegen wen, da bin ich mir relativ sicher, aber nicht ganz. Kroatien müsste es gewesen sein. Das hieße dann, dass vorher Australien gegen die Niederlande dran war und glaube ich auch verloren hat. Es gab in beiden Spielen Tore, aber wie viele für wen von wem? Kann ich jetzt nicht mehr sagen.

Hab gestern Nacht sogar das dritte Spiel gesehen. Da gab es vier Tore, das weiß ich, weil es der einzige Grund war, der mich noch wach gehalten hat. Kamerun müsste verloren haben; hab ich mir allerdings auch nur behalten, weil der Erzähler ständig was von den “Löwen aus Kamerun” gesfaselt hat.

Außerdem hatte einer der Spieler einen für mich zunächst sehr verwirrenden Namen, Nbia oder so. In der ersten Hälfte gab es irgendeinen Vorfall, der aus dem Off mit “Der Unparteiische holt sich jetzt erstmal Nbia” kommentiert wurde, was ich als “holt sich jetzt erstmal ‘n Bier” verstanden habe. Ich ging davon aus, dass dem Schiedsrichter einfach sehr heiß war und er sich einen Schluck Wasser genehmigte, und der Bela Rethy(?) wollte witzig sein und hat ein Bier draus gemacht.

Dass es sich um einen Spielernamen handelte, habe ich dann schon irgendwann gemerkt. Aber dem Kommentator ist die phonetische Ähnlichkeit sicher auch bewusst, und einige seiner Formulierungen (“Wo steh Nbia?” “Nbia wäre jetzt gut!” “Geht doch nichts über ein frisches Nbia!”) ließen mich vermuten, dass da, zumindest unterbewusst, an einen der Hauptsponsoren gedacht wurde.

Wer hat die Löwen besiegt? Keine Ahnung. Klingonen?

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