Jeder gegen Jeden

Public Viewing in Trier

Gestern sagenumwobene vier Halbzeiten aus drei Spielen gesehen! Wahnsinn. Ich erinnere mich noch, als wäre es vor vier Jahren gewesen. Da gab es die zweite Hälfte Belgien-Russland (ein Tor?), die erste des zweiten Spieles (Algerien? Gewonnen?) und dann mit etwas mehr Aufmerksamkeit die Gesamtheit der Partie USA-Portugal, die, wie von mir völlig korrekt im Tippspiel angekündigt, in einem Unentschieden (sog. “Rommé”) endete, dank Toren von Jermaine, Dempsey, Varela, und Nani. (Lustige Assoziationen zu “Varela” bitte in den Kommentaren hinterlassen; mir ist nichts eingefallen.)

Als punktgleiche Tabellenführer könnten die Deutschen und Amerikaner es am Donnerstag ganz gemütlich angehen, sich einfach nur 90 Minuten auf den Platz legen und ohne auch nur einmal den Ball zu berühren die Ghanesen und Portugalsen nach Hause (Ghana und Portugal, jeweils) schicken.

Aber sowas hatten wir ja schon. Gijón ist ja der Grund, weshalb heutzutage die letzten beiden Spiele der Gruppenphase gleichzeitig stattfinden. Der vorliegende Fall zeigt aber, dass das noch lange nicht genug ist. Ich schlage vor, dass in Zukunft alle Spiele der WM zur gleichen Zeit, und, um unnötiges Herumreisen zu vermeiden, am gleichen Ort stattfinden.

Auf dem Rasen befänden sich dann also 320 Feldspieler, vor jedem Tor nochmal jeweils 16 Torhüter. Die 64 Bälle müssen natürlich leicht zu unterscheiden und dem jeweiligen Spiel zuzuordnen sein, damit die 64 Schiedsrichter nicht durcheinander kommen. Den Finale-Ball könnte man gold machen, zum Beispiel.

Der goldenen Ball wird natürlich ein begehrtes Schussobjekt sein, aber mit ihm erzielte Tore zählen natürlich nur für die beiden Mannschaften, die sich fürs Finale qualifiziert gehabt haben werden, was allerdings auch erst nach Spielende festgestellt werden kann. Zu Verlängerung und Elfmeterschießen müssen dann zum Glück auch nur noch 16 Mannschaften ran, was das Spiel etwas weniger chaotisch machen dürfte.

Schöne Vorstellung, aber wohl leider noch Zukunftsmusik. Weiß nicht, ob es für Russland realistisch ist, aber Katar dürfte sich über das neue Konzept extrem freuen, vor allem weil sie dann nur ein Stadion bauen müssen.

Bis dahin stehen aber nach wie vor lediglich je zwei Mannschaften auf einem Platz, aber ab heute immerhin vier zu einer Zeit. Wie vor zwei Jahren schon dürfte es dann heute Abend also etwa so bei mir aussehen:

Und jetzt zum Oli!

3 thoughts on “Jeder gegen Jeden

  1. Unser PhysikProfessor hat uns die Welt der Moleküle genauso erklärt. Nicht ein Spiel nach dem anderen, sondern alles gleichzeitig. Ich schlage auch vor, den Goldenen Ball “Schnatz” zu nennen und das Spiel auch teils in dritte Dimension zu verlegen. So wie beim 3D-Schach.

    • Wenn mich nicht alles täuscht wird Fußball tatsächlich bereits in drei Dimensionen gespielt…

      Ach so, du meinst der Platz sollte dreidimensional sein. Vielleicht könnte man auch irgendwie 64 Spielfelder in einer Art “Cube” unterbringen, der sich ständig neu anordnet…

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